Eine Geburtstagstour in Graubünden

Für mich ist es immer wieder schön in Graubünden zu sein. Der Kanton ist meine Herzensheimat und ich freue mich, wenn wir wieder neue Seiten entdecken können.

Für mich bedeutet die Bewegung in der Natur Entspannung und sie bringt mir Frieden. Da es bei mir gesundheitlich mal wieder ein bisschen krisenmässig ist, habe ich eine Auszeit bitter nötig.

Zu meinem Geburtstag hat mir meine Freundin ein „Beverin-Wochenende“ geschenkt.

Am Samstag sind wir rauf nach Ardez gefahren und haben bei einem guten Nachtessen und anschliessender Zigarre einen ruhigen Abend verbracht. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in einen ganz anderen Teil des Kantons Graubünden. Erstes Etappenziel war die Rofflaschlucht.

Eine sehr schöne, sehr nasse Angelegenheit die sich auf jeden Fall lohnt. Die Schlucht wurde mit sehr einfachen Werkzeugen und vielen Sprengungen für die Besucher zugänglich gemacht.

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Wir sind danach zurück etwas schweisstreibend nach Andeer gewandert. Andeer ist bekannt für sein Mineralbad.

Nach einem geütlichen Zwischenstopp machten wir uns dann auf die sehr beeindruckende Postautofahrt nach Wergenstein. In dem sperrlich besetztem Wagen konnten wir uns die „Premiumsitze“ ganz vorne neben de Fahrer sichern.

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Selbstverständlich gehört zu so einer Tour auch die Begegnung mit diversen Rindern die mehr oder weniger intensiv auf ihr Wegerecht bestehen.

Die Fahrt war der absolute Traum, insbesondere hat unser Fahrer immer wieder kurze Stopps eingelegt, damit wir fotografieren konnten. Auch betättigte er sich als Reiseführer, besser hätten wir das Gebiet nicht erfahren können. (Danke Herr Ott!)

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Wir haben den Abend bei sehr gutem Essen im Hotel Capricorns in Wergenstein verbracht.

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Mangels Badelatschen ging es eben mit Bergschuhen Richtung Sauna…

Gipfeltag Piz Beverin

Da wir in Wergenstein übernachtet haben, konnten wir uns gemütlich an die ca 1400 Höhenmeter wagen.

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Wegeschild in Wergenstein

Das Wetter sah sehr vielversprechend aus, aber zwischen durch war der Beverin in den Wolken verschwunden.

Der erste Teil des Weges gestaltete sich sehr angenehm, es ging über Alpgelände stetig bergauf und schnell waren die ersten 900 Höheneter „abgearbeitet“.

 

Langsam verliessen wir das Reich der Kühe und endlose Murmeltiere kreuzten unseren Weg. Auch konnte ich eine Steingeiss entdecken, leider aber ohne Foto.

Wir nährten uns langsam aber sicher dem „Hauptgang“ des Aufstiegs, hinauf zur Beverinlücke. Ein Thema welches uns bereits bei der Vorbereitung zu dieser Tour beschäftigte, war die Frage der Schneemengen. Uns war immer klar, dass wir mit Schnee rechnen müssen. Die Frage war aber wie viel.

Der Aufstieg hoch zur Beverinlücke kostete uns sehr „viel Körner“, auch da der Schnee immer mehr wurde und ich zwischendurch bis zu den Oberschenkeln im Schnee steckte. Gefährlich war es auf diesem Abschnittt nicht, da weder Eis vorhanden war, noch gab es Stürzkanten.

Deutlich langsamer als geplant erreichten wir endlich die Beverinlücke.

Hier machten wir einen ersten Risiko-Check. Wir hatten zwar viel Zeit verloren, aber wir waren noch halbwegs im Plan. Auch das Wetter war ok und uns ging es gut. Deshalb entschieden wir uns für den vorsichtigen Weiterweg, mit der Option, wenn eine von uns beiden ein „schlechtes Gefühl im Bauch“ hätte, zum sofortigen Abbruch.

Der nächste Teil war eine flache Passage, die leicht vorgespurt war. Danach begann dann leichte Kraxelei.

Als der Abschitt überstanden war, began wieder der Marsch durch den Schnee.

Der Ausblick wurde immer fantatischer. Aber auf gut 2900 Meter entschieden wir uns aufgrund der Bedingungen und des immer knapper werdenden Zeitfensters für den Rückzug.

Es fehlten uns noch knapp 90 Höhenmeter. Aber das Bauchgefühl war bei uns beiden nicht gut. Der Piz Beverin ist nächstes Jahr auch noch da, aber ggf. das Leben riskieren musste für uns beide nicht sein.

Der Rückzug gestaltete sich am Anfang als anspruchsvoll, aber nun erwiess sich der Schnee als wertvolle Abstiegshilfe, da immer wieder Abschnitte „abgefahren“ werden konnten.

Zurück in Wergenstein gönnten wir uns beide sehr zufrieden eine kühlende Erfrischung, da auch die Temperaturen wieder deutlich angenehmer waren.

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Das Postauto brachte uns nach Thusis und wir konnten noch mal einen letzten Blick auf den Beverin werfen.

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Piz Beverin, wir kommmen wieder – aber frühstens im nächsten Jahr.

Unterwegs an der Labe / Elbe von Pardubice nach Spindlermühle (Teil 2 von 2)

Mittwoch – Pardubice – Jaromer (45 km)

Heute ist ein furchtbarer Tag. Es schüttet wie aus Eimern 😦 Mir geht es nicht gut, ich habe Probleme mit meinem Asthma und bekomme nicht all zu gut Luft. Keine guten Voraussetzungen zum Velo fahren. Doch eins nach dem Anderen. Der erste Weg führt mich zum Velohändler. Der hat bereits um 08:00 Uhr geöffnet, und nach einer kurzen Erklärung – Hände sind ein sehr nützliches Kommunikationsmittel – kommt mein Velo auch gleich „in Behandlung“. Als dann irgend wann die Scheibenbremse in Einzelteilen auf dem Tisch liegt wird mir dann doch ein bisschen Bange ob der Kollege das wieder alles aneinander bekommt? Der Veloladen gleicht eher einem Haushaltswarenhändler, über Pfannen und Töpfe bis hin zu diversen Autoteilen ist alles zu haben. Aber meine Sorge ist unbegründet, ein perfektes Zentrieren und der Verkauf eines neuen Mantels inklusive Montage sämtlicher Einzelteile schliessen die Operation ab. Das Ganze hat mich bei gut einer Stunde Arbeit – Fehleranalyse, Bearbeiten der Felge, Zentrieren, neue Speiche, neuer Mantel – knapp 20 Franken gekostet. 🙂 Eine perfekte Arbeit – wie mein heimischer Velohändler in der Schweiz später feststellt….

 

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Danach war ich in den Regen entlassen,  es sollte ein sehr mieser Tag werden, die reine Willensleistung hat mich nach Jaromer gebracht. Es lag nicht an der Strecke, sonder an meiner zunehmend mieser werdenden Kondition. Jede etwas intensivere Anstrengung wurde mit Hustenanfällen und schöner rasselnder Ausatmung belohnt. 😦

Nichts desdo trotz ging die Reise mit offenen Augen weiter. Neben dem Ruderclub „Arosa“ habe ich Kilometer „1000“ erreicht. Das hat mich sehr motiviert, Kilometer 1000 deshalb, da die Tschechen ab Mündung Cuxhaven die Kilometer rückwärts zählen…

Zu den gesundheitlichen Problemen kamen dann auch noch rein Praktische: Der Regen hat diverse „Teile“ von den Bäumen fallen lassen, die die hässliche Angewohnheit haben sich mit Vorliebe in der Scheibenbremse anzusammeln….

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Also alle paar Minuten anhalten und Bremse putzen. Das das der Durchschnittsgeschwindigkeit nicht wirklich zuträglich war, kann man sich vermutlich vorstellen. Irgend wann musste ich was für meine Psyche tun und habe jemanden porträtiert der noch langsamer unterwegs war als ich 🙂

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Nach gefühlt unendlich langen Kilometern komme ich in Jarmer an – völlig am Ende meiner Kräfte. Zur Belohnung stehe ich vor verschlossener Hoteltür – aber ein Anruf genügt um den Hausherren herbei zu zaubern. Der erste Weg ist für drei Stunden ins Bett, Duschen und Essen kommt erst später….

Am Abend frage ich mich sehr ernsthaft was ich machen soll. Tour abbrechen? So kurz vor dem Ziel? Arzt aufsuchen? Weiter fahren? Morgen steht der der Aufstieg nach Spindlermühle an, 260 Höhenmeter auf 15 km. Normalerweise kein Problem, aber mit knapp 45 kg (Rad + Gepäck) zwischen den Beinen, Atemproblemen und schlechter Kondition, wird das funktionieren? Jaromer ist ein Eisenbahnknotenpunkt, es wäre eine gute Möglichkeit zurück nach Prag zu kommen…

Ich entscheide mich fürs Weiter fahren, Abbrechen kann ich immer noch. So kurz vor dem Ziel bin ich nicht bereit aufzugeben. Zur Not gäbe es noch am Abend den Riesengebirgs-Velobus der mir die schlimmste Steigung abnehmen könnte…..

Donnerstag – Jaromer – Spindlermühle (54 km + Transfer)

Morgens rollt es sich besser als gedacht, ich bin mit sehr viel Ruhe und sehr langsam unterwegs. Eben schneckenmässig 😦 Dann kommt ein wunderschöner Stausee – Les Kralovstvi. Hier mache ich Mittag.

Frisch gestärkt mache ich mich nun an einem Streckenabschnitt, der mir bereits seit ein paar Tagen ein wenig Sorgen macht. Es geht leicht bergauf und es handelt sich um eine Strasse mit 3-stelliger Nummer. Es handelt sich um die Strasse Nr. 299, eine wichtige Verbindung zwischen Tschechien und Polen. Leider beweisen sich meine Befürchtungen als sehr realistisch. Polnische und Tschechische LKWs kommen mir bei ihren rasanten Überholmanövern gefährlich nahe. Kurz vor Hostinne biegen die zum Glück ab, aber ich bin defintiv mental und körperlich am Limit angelangt. Den Aufstieg nach Spindermühle werde ich so nicht schaffen 😦

Von meiner gestrigen Recherche weiss ich, dass der RiesengebirgsVelo-Bus vom zentralen Busbahnhof in Vrchlabi abfährt. Nach einer guten halben Stunde Pause – und ein paar Hüben Dosieraerosol (Asthma-Droge) – fühle ich mich in der Lage gemütlich nach Vrachlabi zu fahren. Der Busbahnhof ist relativ schnell gefunden, aber nicht ohne vorher noch eine interessante Auseinandersetzung mit einer Tschechischen Autofahrerin gehabt zu haben. Zebrastreifen scheinen in Tschechien eine andere Bedeutung zu haben, wie in anderen Teilen der Welt….

Am Busbahnhof muss ich feststellen, dass er Bus erst spät am Abend fährt. Das würde gut 4 – 5 Stunden rumm lungern am Busbahnhof bedeuten. Dazu habe ich weder die Lust noch die Kraft. Eine Smartphone-Recherche fördert ein Taxiunternehmen in Spindermühle zu Tage. Man ist bereit mich mitsamt meinem Velo zu holen und den Berg hoch zu chauffieren. Ich breche dafür meine Bargeldnotfall-Reserve an, aber dafür ist sie gedacht. Das Taxi kommt nach einer guten halben Stunde – ein VW-Transporter – und wir fahren in gut 20 Minuten den Hügel nach Spindernühle rauf. Der Ort erinnert mich sehr an den Harz, ich fühle mich auf Anhieb wohl. Auch die Pension ist gut gewählt, sie liegt herrlich ruhig an einem Seitenhang.

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Den Tag lasse ich ausklingen bei reichlich schwarzem Bier, einem typischen Tschechischen Essen und schaue das Deutsche Fussballspiel an. Gesunheitlich geht es mir so schlecht, dass ich mich entscheide mir einen ordentlichen Batzen Cortison in Tablettenform einzuwerfen – so was spreche im Vorfeld mit meinem Lungenarzt ab, das gehört für mich zur Reisevorbereitung. Ich habe ein Therapieschema, dass ich im Bedarfsfall anwenden kann. Dazu Anmerkung aus heutiger Sicht: Wir haben letztens im Sinne einer Manöverkritik – mein Lungenarzt und ich – die ganze Sache nach besprochen. Ich habe fast richtig reagiert, nach seiner Auffassung hätte ich nicht weiter fahren dürfen. Aber das war für mich an dieser Stelle keine Alternative…

Freitag – Wanderung zur Elbequelle (ca. 14 km zu Fuss)

Statt mit dem Velo entscheide ich mich für die Wanderung zur Elbequelle. Zum Glück geht es mir heute etwas besser, aber Luftsprünge sind nach wie vor keine drin. Daher entscheide ich mich für den Weg mit der Seilbahn….

Die Wanderung ist wunderbar, auch wenn sich der Weg zieht, aber irgend wann ist das Ziel erreicht, ein unscheinbarer „Wasserpott“, die symbolische Elbequelle.

 

Für mich ist das ein sehr emotionaler Moment. Nach der ganzen Quällerei es doch noch geschafft zu haben erfüllt mich mit sehr tiefer  Befriedigung. Trotz aller Widerstände habe ich das Ziel erreicht. Zwar nicht immer ganz aus eigener Kraft, aber auch Improvisationstalent und das sich Einlassen auf unbekannte Dinge machen den Reiz einer Radreise aus 🙂

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Entsprechend stolz habe ich mich von einem andern Radreisenden ablichten lassen, für ihn begann an diesem Ort die Reise auf dem Elberadweg und gleichzeitig ein neuer Lebensabschnitt in die Rente….

Der Rest ist schnell erzählt. Jetzt wollte ich nur noch Heim – und das auf schnellstem Wege…..

Samstag – Spindlermühle – Kuncice nad Labem (22 km) – Zug nach Prag und weiter nach Hause

Ganz so schnell war der Heimweg dann doch nicht. Erst mussten diverse Kilometer auf dem Velo und im Zug absolviert werden. Die Krönung war dann noch ein Diebstahlversuch meines Velos in Prag am Bahnhof, aber ich habe es rechtzetig gesehen und der Herr hatte keine Lust mit mir eine körperliche Auseinandersetzung zu führen….

Fazit:

Eine sehr spezielle Reise die mir neben vielen schönen Seiten des Radreisens auch die unschönen Seiten gezeigt hat. Ich habe auf dieser Tour auf der einen Seite viel mentale Stärke gewonnen, aber auf der anderen Seite auch viel Selbstvertrauen in meine eigenen körperlichen Kräfte verloren.  Das sollte sich bei meiner nächsten geplanten Unternehmung negativ auswirken. Dazu aber mehr in einem neuen Blogbeitrag.

Ich finde es schade, dass viele Elbewegreisende erst in Drseden in diesen Radweg einsteigen. Der Tschechische Teil ist wunderschön und es gibt vieles auf und neben den Weg zu entdecken. Auch wenn der Tschechische Autofahrer ein wirklicher „pain in the back“ darstellt, finde ich Tschechien ein fantastisches Radreiseland. Die Leute sind sehr freundlich, es gibt viel Eisenbahn und viele herrlich geführte Radwege – wenn man ein entsprechend robustes Rad mitnimmt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf weitere Touren in Tschechien. Zum Glück gibt es dort noch Einiges zu entdecken.

Solange es noch Nachtzüge gibt – die Deutsche Bahn behauptet die Nachtzüge seien nicht rentabel – werde ich sie fleissig nutzen. Rettet die letzten unsteigefreien grenzüberschreitenden Reisemöglichkeiten für die Velofahrer in Europa!!!

Unterwegs an der Labe / Elbe von Neratovice nach Jaromer (Teil 1 von 2)

Was war ich letztes Jahr neugierig… Wie sieht wohl der Rest des Elberadwegs aus? Der hin zur Quelle? Dieser Post beschreibt meine sehr erlebnisreiche Woche auf dem Elberadweg…

Sonntag – Ankunft in Prag – Transfer nach Neratovice / Erste Radetappe nach Brandys nad Labem (ca. 17 km)

Nach einer mehr oder weniger unruhigen Nacht werde ich am Morgen im Bahnhof Leipzig so langsam wach. Als ich gestern Abend in mein Abteil gegengen bin war es unsagbar heiss – kein Wunder wenn der Wagen den ganzen Tag in der prallen Sonne gestanden hat – also hab ich meine Klimaanlage bis zum Anschlag auf „kalt“ gestellt. Leider war das in der Nacht ein Nachteil, ich habe bitterlich gefroren und musste aus dem Bett um die Klimaanlage auf wärmer zu stellen – dass sollte auf dieser Tour noch ein Nachspiel haben….

Kurz vor Dreseden servierte mir dann der Steward ein „boxed Frühstück“ und freute mich auf die Vorbeifahrt am Elbsandsteingebirge – aber wie schon im letzten Jahr – Regen 😦

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Gegen 10:30 war der Zug dann in Prag und endlich konnten wir ausladen. Da es im hinteren Teil des Bahnhofs auch schöne Rampen gibt bleib mir das Schleppen erspart und ich konnte versuchen raus zu finden, von welchem Gleis meine Reginalbahn nach Neratovice fahren würde. Leider gibt es in Prag aber keine Fahrpläne mit Gleisen, man muss warten, bis dem Zug auf der grossen Anzeigetafel ein Gleis zugewiesen wird – das ist ca 15 – 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges der Fall – also kein Grund für Stress.

Das Velo war schnell verladen – wir waren mit drei Velos – Platz wäre für vier gewesen. Die Fahrt dauerte eine knappe Stunde, Stress hatte ich keinen, eine sehr nette Schaffnerin war an Bord und sehr auskunftsfreudig – bereits jetzt zeigte sich wie wertvoll die Mitnahme des in letzter Minute erworbenen Tschechischen Sprachführers werden sollte.

Warum eigentlich von Neratovice? Sinnigerweise sollte ich doch von Melnik aus fahren? Die Antwort ist sehr einfach – zu faul zum umsteigen… Nach Neratovice gibt es einen direkten Zug vom Prager Hauptbahnhof und mit einem beladenen Reiseread meide ich jedes Umsteigen in unbekannten Terrain….

Endlich gehts wieder los :-)

Endlich gehts wieder los 🙂

Endlich geht es los, fahren kann man hier auf beiden Seite der Elbe, aber für mich sollte es der 2er-Weg sein, also der Orginalelberadweg.

Da ist sie wieder - die Labe / Elbe

Da ist sie wieder – die Labe / Elbe

Leider war aber die Qualität dieses Weges mehr als bescheiden, hinzu kam ein unterschätztes Problem, mein Heuschnupfen 😦 In der Schweiz merke ich den nur sehr wenig, Pollen gibts zwar auch, aber anscheinend nicht in dieser hohen Dosierung wie sie mir hier entgegen schlugen. Selbst meine Haut reagierte auf die Gräserpollen, ich bekam kaum noch Luft – Asthma lässt grüssen – und meine Haut sah sehr hässlich aus. Daher gab es dann bereits nach zehn Kilometern den ersten ungeplanten Halt um mich mit Medikamenten abzufüllen und deren erste Wirkung abzuwarten 😦

Danach habe ich mich entschlossen die Seite zu wechseln und auf dem 19er Radweg weiter zu fahren. Was für ein Unterschied! Quasi eine Radelautobahn, mit einladenen Beizen am Wegesrand fast bis Brandys! Ich war zwar nicht alleine auf dem Radweg, aber es war ok.

Das erste Bier - 23 Kronen (ca. 1,5 CHF oder 1,2 Euro) für einen halben Liter - so lecker:-)

Das erste Bier – 23 Kronen (ca. 1,5 CHF oder 1,2 Euro) für einen halben Liter – so lecker:-)

Kurz vor Brandys war die Pracht zu Ende und da ich mich eh auf die Suche nach meinem Hotel machen müsste wechselte ich auf die Strasse und liess mich von meinem Navi zum Hotel führen. Das hat in Brandys super funktioniert. Wie immer war schnell ein „Schlafplatz“ für mein Velo gefunden und ich konnte mich dem seligen Nichtsun hin geben. Auch konnte ich den ersten Krimi dieser Reise anfangen zu lesen. Nach einiger Zeit faulenzen hab ich mir dann die Stadt angesehen und einen wunderbaren Biergarten für das Abendessen gefunden. Platt wie ich war lag ich gegen zehn im Bett und habe geschlafen wie ein Stein.

Montag – Brandys nad Labem – Kolin (64 km)

Das Frühstück war naja… Eben tschechisch. Gegen 9 ging es los, gradewegs zurück auf den 19er. Kurz nach dem Ort war die Radlerautobahn zu Ende, es ging weiter auf einer Sandpiste….

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Der Weg wurde dann schmaler und verschwand im Wald…

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Über die Brücke habe ich mich definitv nicht getraut, ich machte mich auf die Suche nach einer anderen Möglichkeit. Man konnte das Gebiet unfahren und bald landete ich wieder auf der guten alten 2er Elberadweg.

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Da ich keine Lust hatte auf allen schlechten Stellen zu schieben kam irgend wann was kommen musste. Ich handelte mir einen heftigen Schlag im Hinterrad ein mit einer hässlichen Acht. Gleichzeitig konnte ich durch meinen edlen Schwalbe Supreme Mantel an der Seite durchschauen…..  Das Velo war aber noch fahrbar, daher entschied ich mich bis nach Kolin zu fahren um dort einen Velohändler zu suchen. Bald war Nymburk erreicht.

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Leider hatte ich danach ein hässliches Erlebnis, zum Glück war ich nur unfreiwilige Zuschauerin! Ich fuhr auf einem Veloweg neben der Strasse. Es brauste eine Rollerfahrerin mit sehr hoher Geschwindigkeit heran. Sie wollte noch vor einem Auto links abbiegen. Leider war sie zu schnell, der Roller landete in der Leitplanke die Frau flog im hohen Bogen weiter den Hang herunter. Zum Glück war ich nicht die Einzige die das Unglück gesehen hat. Ich stieg den Hang hinuter, da lag die Frau, der Helm war weg, das Gesicht voller Blut einschliesslich fehlender Zähne – Jethelm machts möglich – und am rechten Schienbein waren die Knochensplitter zu bewundern. Ein anderer Mann hielt an und rief den Notarzt. Ich habe Erste Hilfe geleistet und gemerkt dass meine sehr wenigen brüchigen Sprachkenntnisse nicht wirklich ausreichend sind um hier nützlich zu sein. Inzwischen war ein weiteres Auto da, ich habe mich kurz verabschiedet und bin dann ziemlich verstört weiter gefahren. Das Erste was ich wieder bewusst aufgenommen habe war der Gartenzwergladen….

???????????????????????????????Die heutige Übernachtung fand in einer Privatpension in Kolin statt. Die zu finden war nicht einfach, leider hat mich mein GPS hier das Erste Mal in Stich gelassen. Nach diversen Kurvereien und Nachfragen – meine Tschechischbrocken werden immer besser 🙂 – fand ich schliesslich mein Quartier. Einfach, sauber und günstig. Die Dusche hatte ihren ganz eigenen Scharme…

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Nach der Körperpflege ging ich die Stadt anschauen und einen Velohändler suchen. Leider war ich zu spät, in Tschechien schliessen die Velogeschäfte bereits um 17:30 Uhr 😦 Einen habe ich noch erwischt, nach dem er aber sah, dass die Sache nicht in 10 Minuten erledigt sein würde ging er heim 😦 Ok, dann habe ich mir die Stadt angeschaut. Kolin ist eine schöne Stadt, aber definitiv nicht auf Toursiten eingestellt. Ohne Tschechisch geht hier wenig 😦 Aber mit meine Sprachführer konnte ich gut überleben, Abends habe ich vor dem Supermarkt – bis 21:00 Uhr geöffnet – noch einen Jungen getroffen der mein Velo bewundert hat. Der konnte ein paar Brocken deutsch, er erzählte mir, dass deutsch in ihrer Schule als erste Fremdsprache unterrichtet wird….

 

Dienstag – Kolin – Pardubice (56 km)

Da mein Velo immer noch fahrfähig war entschied ich mich mein Schiksal heraus zu fordern und auf mehr Velohändler in Pardubice zu hoffen.  Das Wetter war wieder sehr gut auch wenn ich mich etwas schlapp fühlte. Auch hatte ich immer noch den hässlich Unfall der Rollerfahrerin vom Vortaim Kopf. Der Weg war immer, wild, schön und schlecht. So ist das in Tschechien. Rund um die Orte sind Veloautobahnen entstanden, zwischen den Orten ist der Weg meist eher einfach gehalten. Was immer wunderbar ist, ist das Fahren auf den kleinen Nebenstrassen mit fast keinem Verkehr. Dazu sollte sich heute reichlich Gelegenheit bieten.

Der Weg führt heute durch ein grosses Pferdegestüt welches 1579 zum Kaiserhofgestüt erhoben worden ist. Es ist das einzige lebendige Kulturdenkmal der Tschechischen Republik.

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Leider ging es mir unterwegs nicht wirklich gut, alles war sehr anstrengend. Ich war froh über die kurze Etappe. Auch bekam ich nicht all zu gut Luft. Gegen Pollen hatte ich vor gesorgt, den Tag hatte ich mit reichlich Antihistaminika begonnen. Auch war mir immer wieder kalt. Als dann die Husterei los ging wusste ich bescheid. Die Rache der Klimaanlage aus dem Nachtzug, eine Erkältung 😦

Pardubice ist eine relative grosse Stadt, hier sollte es doch auch einen Velohändler geben? Fündig wurde ich dann unten an der Labe und zwar genau an der Stelle an der die Schiffbarkeit der Elbe endet. Natürlich war schon zu, es war nach 17:30 Uhr.

 

Hier endet die Schiffbarkeit der Elbe - der letzte Hafen.

Pardubice selbst ist eine wunderbare Stadt, die auch einen Besuch ohne Radtour lohnt.

Geschlafen habe ich in einem wunderbaren alten Hotel, leider war bei mir gegen 20:00 Uhr Feierabend, mir ging es nicht so besonders, auch hat mich die Erkältung geärgert 😦

Den weiteren Teil der Reise beschreibe ich im nächsten Teil 🙂

Elberadweg Tschechien bis zur Quelle – das Vorgeplänkel

Diese Woche war geplant als Fortsetzung des Elberadwegs aus dem letzten Jahr. Aber statt wieder in Richtung Meer zu fahren wollte ich dies Mal von Melnik aus Richtung Quelle in Spinderlermühle fahren.

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Da ich im Internet zwar diverse Beschreibungen gefunden habe, aber nirgend wo eine durchgehende Beschreibung bis Spindlermühle, werde ich die Tour hier detaillierter beschreiben als sonst bei mir üblich. Die Informationen sind nach besten Wissen und Gewissen recherchiert und zusammengesellt und entbinden den Verwender nicht davon, ggf. eigene Recherchen anzustellen. Das Ganze ist angereichert mit meinen zahlreichen Erlebnissen und Eindrücken auf dieser eindrücklichen Tour.

 

Tourvorbereitungen

Aufgrund meiner Erfahrungen im letzten Jahr zu den Wegverhältnissen in Tschechien habe ich mich lange mit dem Gedanken getragen statt mit meinem geliebten Reiserad ein Bike mit auf die Tour zu nehmen. Leider hat ein Bike aber den Nachteil, dass der Gepäcktransport auf Rucksack und ggf. leichten Hinterradträger beschränkt ist, insbeosndere wenn man sein Bike nicht allzu sehr umbauen möchte. Daher ist in letzter Instanz dann doch wieder die Entscheidung für das Reiserad gefallen.

 Geplante Strecke

Die Idee ist, von Melnik aus bis Spinderlmühle zu fahren und dabei der hervorragenden Beschilderung des Elberadwegs zu folgen. Der Elberadweg ist inzwischen fast komplett als Nummer 2 ausgeschildert, in ganz wenigen Fällen findet man noch Schilder mit der alten 24er-Nummerierung.

Aufgrund der schwierigen Streckverhältnisse habe ich Tagesetappen von maximal 65 Kilometern geplant.

Als Abschluss ist eine Wanderung zur Elbequelle von Spindlermühle aus geplant.

 Anreise

Wir haben von Zürich aus – noch – einen durchgehenden Nachtzug nach Prag, welcher leider zum Fahrplanwechsel Dezember 2014 gestrichen werden soll. Es bietet sich grundsätzlich auf Radreisen an, den Zug als Transportmittel zu nutzen, da man auf diese Art und Weise beliebige Strecken fahren kann, ohne dass man an den Ausgangspunkt einer Tour zurück kehren muss. Auch entfällt das aufwendige Zerlegen und Verpacken des Rades, was für eine Flugreise zwingend notwendig ist.

Das Nachtzugnetz stellt eine der letzten Verbindungwege in Europa dar, auf dem man sein Velo umsteigefrei auf langen Strecken transportieren kann. Es ist ein Trauerspiel, dass nun auch noch diese letzte Möglichkeit von der Deutschen Bahn zusammen gestrichen würd, insbesondere da in den ICEs / TGVs und Railjets dieser Welt auch kein legaler Velotransport möglich ist.

Ich habe mich dann statt Melnik für Nevatovice als Startort meiner Tour entschieden, da man nach dort gemütlich mit einem Vorortzug von Prag aus umsteigefrei hin fahren kann.

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 Kartenmaterial

Für Tschechien kann ich insbesondere den Cykloserver sehr empfehlen. Es handelt sich dabei um eine Onlinekarte, auf der alle tschechischen Radwege mitsamt Nummerierung eingezeichnet sind. Erreichbar ist das Ganze unter cyckloserver.cz

Ich habe mir dazu den Veloatlas Tschechien bestellt und mir dann die relevanten Seiten eingescannt und wieder ausgedruckt. Auf den Ausdrücken habe ich mir die geplante Route mit Textmarker eingezeichnet. Dazu kam mein Garmin-GPS, welches mich auf allen Touren treu begleitet. Insbesondere bei der Suche nach Hotels ist der Garmin ein extrem wertvoller Begleiter, ich verwende die Europa NT-Karte, die ist für das Routing in Städten ausreichend. Für Tschechien ist aber auch eine OSM-Karte verfügbar.

 Samstag

Der Samstag ist für die Tour eigentlich nur im Sinne der Anreise von Relevanz. Für mich hiess es meine Taschen packen, um dann mit dem Velo nach Chur zu radeln. Hier konnte ich gemütlich in den Intercity nach Zürich HB rollen. Wie immer am Wochenende war das Veloabteil ausgesprochen gut belegt.

Bereits 20 Minuten vor Abfahrt wurde unser Nachtzug bereitgestellt, also ausreichend Zeit das Velo gut im Velowagen zu verladen und anzuketten sowie im Schlafwagen das Abteil zu suchen.

Ich fahre grundsätzlich Schlafwagen, da sich hier die Abteiltüren verschliessen lassen und jedes Abteil eine Sprechanlage zum Schlafwagenschaffner hat. Das hat zwar seinen Preis, aber das ist mir meine persönliche Sicherheit wert.

Leider wurde inzwischen der Speisewagen „eingespart“ so fand das soziale Leben auf dem Gang des Schlafwagens statt. Wie immer sehr unterhaltsam, gegen 23:00 Uhr kehrte dann Ruhe ein und alle zogen sich in ihr Abteil zurück.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Foto zeigt bereits die Ankunft in Prag. Die Geschichten aus Tschechien werde ich im nächsten Blogbeitrag beschreiben.

 

Tourenpläne 2014 – was läuft im Juni?

Der erste Velourlaub ist bereits wieder fünf Wochen her, Zeit neue Pläne zu schmieden. Auch habe ich einen neuen Arbeitgeber, dass schränkt meine Tourenpläne unwesentlich ein. Hinzu kommt die immer noch angeschlagene Gesundheit, soweit die Eckparameter für die Planung.

Eigentlich wollte ich im Juni „Wellness-Ferien“ in Scoul machen, aber es zieht mich aufs Velo. Wohin? Das war nicht besonders schwer….

Rennradferien? Um mich auf den Engadin Radmarathon vorzubereiten? Das wäre vermutlich die schlaue Entscheidung…

Aber nein, ich hab da noch eine Pendenz aus dem letzten Jahr…  Den Besuch der Elbequelle 🙂

Also war ich heute auf dem Bahnhof in Bern, habe die SBB-Dame gut 15 Minuten beschäftigt – ok, dafür sind die 10 CHF Zuschlag für Auslandstickets angemessen – und bin nun stolze Besitzerin eines Retourtickets nach Prag mit dem Nachtzug inklusive internationaler Velokarten :-)die

Die Tour werde ich mit einem meiner Bikes fahren, d.h. wenig bis kein Gepäck. Die Strecken werden maximal bei 50 Kilometer am Tag liegen, dazu kommt zum Schluss eine kleine Wanderung zur Quelle. Diesen Tourenbericht habe ich im Web gefunden, ein kleiner Vorgeschmack auf die geplante Reise.

Ich freue mich auf die Tour…..

 

Mallorquinische Impressionen

Statt vieler Worte lieber viele Bilder 🙂 Anbei ein Auszug der 12 Tage Malle im März….

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Wasserspiele I

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Wasserspiele II

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Wasserspiele III

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Flaschenparade

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Nicht nur Wein im Weinkeller

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Weinkeller III

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In der Küche

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Zinnsoldaten

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Getreide sortieren

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Das Toolset

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Sauereien

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Typisch Mallorquinisch

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Ach ja, Sonnenuntergang….

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Wasserspiele

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Cala Figuera I

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Im alten Hafen von Cala Figuera

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Eselsnachwuchs

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Tapas essen

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Kathedrale

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In Palma

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Ersatzteilsammlung

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Alte Webstühle

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Die typischen mallorquinischen Stoffe

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Salziges

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Jede Menge Flaschen…

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Die Roten…

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Gut präsentiert – die Spezialitäten des Hauses

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Damit man weis was drinne ist 🙂

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Neue Gärungsmethoden

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Viellllleeeee Weinflaschen

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Unterwegs in Santanyi

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In der Bucht von Cala Mandrago

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Am Wasser entlang…

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Keine Ahunung was es ist, aber es sieht sehr schön aus….

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Aloe vera Blüte

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Im BotaniKaktus

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Kaktus

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Wo das Geld geparkt ist…

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In der Bucht von Porto Pedro

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Raus schauen…

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dann als Kleines

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Erst als Ganzes

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Bike & Hike

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Überall blühende Wiesen

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Der Leuchtturm in Colonia Saint Jordi

Das Mentale spielt immer mit…

Vor zwei Wochen war es so weit. Erescheinen beim neuen Arbeitgeber in Bern. Vorher konnte ich noch gut 10 Tage Mallorca mit dem Velo geniessen – Bericht dazu folgt…

Die Arbeit ist ok, aber 100 % arbeiten = 42,5 Stunden pro Woche am Schreibtisch verbringen, macht keinen Spass mehr. Dazu kommt, dass die Arbeit in Bern ist – sicher es gibt schlimmere Orte auf der Welt. Aber mit dem Weggehen von Graubünden ist es nicht mehr so einfach wie ich ursprünglich gedacht hatte. Ich weiss nicht ob es am älter werden liegt, oder ich einfach mein Herz in Graubünden verloren habe. Für die nächste Zeit hab ich ein möbliertes Appartment, aber auf Dauer muss eine andere Lösung her.

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Vor gut einer Woche war ich mal wieder zur Nachuntersuchung mit meiner Hüfte – laut Arzt alles gut. Sicher, die Sache ist noch im Aufbau, deshalb darf ich vermutlich keine Wunder erwarten. Auch bin ich weiter als bei der anderen Seite, der Verlauf ist sehr erfreulich. Rechts ist weniger erfreulich, ich weiss nicht, was ich noch erwarten darf. Ich weiss auch nicht wirklich wie ich damit jetzt umgehen soll. Muss ich mich auf ein Leben mit Einschränkungen einstellen und akkzeptieren das es nicht mehr so wird wie es vorher war? Meine Personaltrainerin und ein gut bekannter Physio hat mir erklärt, dass ich niemals die Hoffnung aufgeben darf und fleissig weiter trainieren muss. Denn wenn ich aufgebe, dann ist es ganz schnell vorbei, die Arthrose kommt und damit das unvermeidliche künstliche Hüftgelenk. Das will ich nicht….

Beim Velo fahren ist der Kopf auch aktuell eher störend als nützlich. Erste mentale Herausforderung war auf Mallorca, bei der Auffahrt auf den Mont Sion. Man kann sich selbst schon ziemlich down reden / denken. Fast wäre ich nicht hoch gekommen. Ich bin dann abgestiegen, hab eine kleine Pause gemacht und mich im Mentaltraining geübt. Und siehe da, schon gehts problemlos aufwärts….

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Heute war ich mit dem Bike unterwegs. Herrlichstes Wetter. Bergauf. Irgend wann war fertig. Wirklich fertig? Oder einfach nur geistige Grenze? Ich weiss es nicht. Der Weg zurück ist nicht nur körperlich eine Herausforderung, auch mental ist es eine Herausforderung….

OLYMPUS DIGITAL CAMERANeuer Job, neuer Ort, der Weg zurück. Ich hätte es einfacher haben können. Aber dann wäre es langweilig…..