Unterwegs an der Labe / Elbe von Pardubice nach Spindlermühle (Teil 2 von 2)

Mittwoch – Pardubice – Jaromer (45 km)

Heute ist ein furchtbarer Tag. Es schüttet wie aus Eimern 😦 Mir geht es nicht gut, ich habe Probleme mit meinem Asthma und bekomme nicht all zu gut Luft. Keine guten Voraussetzungen zum Velo fahren. Doch eins nach dem Anderen. Der erste Weg führt mich zum Velohändler. Der hat bereits um 08:00 Uhr geöffnet, und nach einer kurzen Erklärung – Hände sind ein sehr nützliches Kommunikationsmittel – kommt mein Velo auch gleich „in Behandlung“. Als dann irgend wann die Scheibenbremse in Einzelteilen auf dem Tisch liegt wird mir dann doch ein bisschen Bange ob der Kollege das wieder alles aneinander bekommt? Der Veloladen gleicht eher einem Haushaltswarenhändler, über Pfannen und Töpfe bis hin zu diversen Autoteilen ist alles zu haben. Aber meine Sorge ist unbegründet, ein perfektes Zentrieren und der Verkauf eines neuen Mantels inklusive Montage sämtlicher Einzelteile schliessen die Operation ab. Das Ganze hat mich bei gut einer Stunde Arbeit – Fehleranalyse, Bearbeiten der Felge, Zentrieren, neue Speiche, neuer Mantel – knapp 20 Franken gekostet. 🙂 Eine perfekte Arbeit – wie mein heimischer Velohändler in der Schweiz später feststellt….

 

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Danach war ich in den Regen entlassen,  es sollte ein sehr mieser Tag werden, die reine Willensleistung hat mich nach Jaromer gebracht. Es lag nicht an der Strecke, sonder an meiner zunehmend mieser werdenden Kondition. Jede etwas intensivere Anstrengung wurde mit Hustenanfällen und schöner rasselnder Ausatmung belohnt. 😦

Nichts desdo trotz ging die Reise mit offenen Augen weiter. Neben dem Ruderclub „Arosa“ habe ich Kilometer „1000“ erreicht. Das hat mich sehr motiviert, Kilometer 1000 deshalb, da die Tschechen ab Mündung Cuxhaven die Kilometer rückwärts zählen…

Zu den gesundheitlichen Problemen kamen dann auch noch rein Praktische: Der Regen hat diverse „Teile“ von den Bäumen fallen lassen, die die hässliche Angewohnheit haben sich mit Vorliebe in der Scheibenbremse anzusammeln….

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Also alle paar Minuten anhalten und Bremse putzen. Das das der Durchschnittsgeschwindigkeit nicht wirklich zuträglich war, kann man sich vermutlich vorstellen. Irgend wann musste ich was für meine Psyche tun und habe jemanden porträtiert der noch langsamer unterwegs war als ich 🙂

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Nach gefühlt unendlich langen Kilometern komme ich in Jarmer an – völlig am Ende meiner Kräfte. Zur Belohnung stehe ich vor verschlossener Hoteltür – aber ein Anruf genügt um den Hausherren herbei zu zaubern. Der erste Weg ist für drei Stunden ins Bett, Duschen und Essen kommt erst später….

Am Abend frage ich mich sehr ernsthaft was ich machen soll. Tour abbrechen? So kurz vor dem Ziel? Arzt aufsuchen? Weiter fahren? Morgen steht der der Aufstieg nach Spindlermühle an, 260 Höhenmeter auf 15 km. Normalerweise kein Problem, aber mit knapp 45 kg (Rad + Gepäck) zwischen den Beinen, Atemproblemen und schlechter Kondition, wird das funktionieren? Jaromer ist ein Eisenbahnknotenpunkt, es wäre eine gute Möglichkeit zurück nach Prag zu kommen…

Ich entscheide mich fürs Weiter fahren, Abbrechen kann ich immer noch. So kurz vor dem Ziel bin ich nicht bereit aufzugeben. Zur Not gäbe es noch am Abend den Riesengebirgs-Velobus der mir die schlimmste Steigung abnehmen könnte…..

Donnerstag – Jaromer – Spindlermühle (54 km + Transfer)

Morgens rollt es sich besser als gedacht, ich bin mit sehr viel Ruhe und sehr langsam unterwegs. Eben schneckenmässig 😦 Dann kommt ein wunderschöner Stausee – Les Kralovstvi. Hier mache ich Mittag.

Frisch gestärkt mache ich mich nun an einem Streckenabschnitt, der mir bereits seit ein paar Tagen ein wenig Sorgen macht. Es geht leicht bergauf und es handelt sich um eine Strasse mit 3-stelliger Nummer. Es handelt sich um die Strasse Nr. 299, eine wichtige Verbindung zwischen Tschechien und Polen. Leider beweisen sich meine Befürchtungen als sehr realistisch. Polnische und Tschechische LKWs kommen mir bei ihren rasanten Überholmanövern gefährlich nahe. Kurz vor Hostinne biegen die zum Glück ab, aber ich bin defintiv mental und körperlich am Limit angelangt. Den Aufstieg nach Spindermühle werde ich so nicht schaffen 😦

Von meiner gestrigen Recherche weiss ich, dass der RiesengebirgsVelo-Bus vom zentralen Busbahnhof in Vrchlabi abfährt. Nach einer guten halben Stunde Pause – und ein paar Hüben Dosieraerosol (Asthma-Droge) – fühle ich mich in der Lage gemütlich nach Vrachlabi zu fahren. Der Busbahnhof ist relativ schnell gefunden, aber nicht ohne vorher noch eine interessante Auseinandersetzung mit einer Tschechischen Autofahrerin gehabt zu haben. Zebrastreifen scheinen in Tschechien eine andere Bedeutung zu haben, wie in anderen Teilen der Welt….

Am Busbahnhof muss ich feststellen, dass er Bus erst spät am Abend fährt. Das würde gut 4 – 5 Stunden rumm lungern am Busbahnhof bedeuten. Dazu habe ich weder die Lust noch die Kraft. Eine Smartphone-Recherche fördert ein Taxiunternehmen in Spindermühle zu Tage. Man ist bereit mich mitsamt meinem Velo zu holen und den Berg hoch zu chauffieren. Ich breche dafür meine Bargeldnotfall-Reserve an, aber dafür ist sie gedacht. Das Taxi kommt nach einer guten halben Stunde – ein VW-Transporter – und wir fahren in gut 20 Minuten den Hügel nach Spindernühle rauf. Der Ort erinnert mich sehr an den Harz, ich fühle mich auf Anhieb wohl. Auch die Pension ist gut gewählt, sie liegt herrlich ruhig an einem Seitenhang.

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Den Tag lasse ich ausklingen bei reichlich schwarzem Bier, einem typischen Tschechischen Essen und schaue das Deutsche Fussballspiel an. Gesunheitlich geht es mir so schlecht, dass ich mich entscheide mir einen ordentlichen Batzen Cortison in Tablettenform einzuwerfen – so was spreche im Vorfeld mit meinem Lungenarzt ab, das gehört für mich zur Reisevorbereitung. Ich habe ein Therapieschema, dass ich im Bedarfsfall anwenden kann. Dazu Anmerkung aus heutiger Sicht: Wir haben letztens im Sinne einer Manöverkritik – mein Lungenarzt und ich – die ganze Sache nach besprochen. Ich habe fast richtig reagiert, nach seiner Auffassung hätte ich nicht weiter fahren dürfen. Aber das war für mich an dieser Stelle keine Alternative…

Freitag – Wanderung zur Elbequelle (ca. 14 km zu Fuss)

Statt mit dem Velo entscheide ich mich für die Wanderung zur Elbequelle. Zum Glück geht es mir heute etwas besser, aber Luftsprünge sind nach wie vor keine drin. Daher entscheide ich mich für den Weg mit der Seilbahn….

Die Wanderung ist wunderbar, auch wenn sich der Weg zieht, aber irgend wann ist das Ziel erreicht, ein unscheinbarer „Wasserpott“, die symbolische Elbequelle.

 

Für mich ist das ein sehr emotionaler Moment. Nach der ganzen Quällerei es doch noch geschafft zu haben erfüllt mich mit sehr tiefer  Befriedigung. Trotz aller Widerstände habe ich das Ziel erreicht. Zwar nicht immer ganz aus eigener Kraft, aber auch Improvisationstalent und das sich Einlassen auf unbekannte Dinge machen den Reiz einer Radreise aus 🙂

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Entsprechend stolz habe ich mich von einem andern Radreisenden ablichten lassen, für ihn begann an diesem Ort die Reise auf dem Elberadweg und gleichzeitig ein neuer Lebensabschnitt in die Rente….

Der Rest ist schnell erzählt. Jetzt wollte ich nur noch Heim – und das auf schnellstem Wege…..

Samstag – Spindlermühle – Kuncice nad Labem (22 km) – Zug nach Prag und weiter nach Hause

Ganz so schnell war der Heimweg dann doch nicht. Erst mussten diverse Kilometer auf dem Velo und im Zug absolviert werden. Die Krönung war dann noch ein Diebstahlversuch meines Velos in Prag am Bahnhof, aber ich habe es rechtzetig gesehen und der Herr hatte keine Lust mit mir eine körperliche Auseinandersetzung zu führen….

Fazit:

Eine sehr spezielle Reise die mir neben vielen schönen Seiten des Radreisens auch die unschönen Seiten gezeigt hat. Ich habe auf dieser Tour auf der einen Seite viel mentale Stärke gewonnen, aber auf der anderen Seite auch viel Selbstvertrauen in meine eigenen körperlichen Kräfte verloren.  Das sollte sich bei meiner nächsten geplanten Unternehmung negativ auswirken. Dazu aber mehr in einem neuen Blogbeitrag.

Ich finde es schade, dass viele Elbewegreisende erst in Drseden in diesen Radweg einsteigen. Der Tschechische Teil ist wunderschön und es gibt vieles auf und neben den Weg zu entdecken. Auch wenn der Tschechische Autofahrer ein wirklicher „pain in the back“ darstellt, finde ich Tschechien ein fantastisches Radreiseland. Die Leute sind sehr freundlich, es gibt viel Eisenbahn und viele herrlich geführte Radwege – wenn man ein entsprechend robustes Rad mitnimmt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf weitere Touren in Tschechien. Zum Glück gibt es dort noch Einiges zu entdecken.

Solange es noch Nachtzüge gibt – die Deutsche Bahn behauptet die Nachtzüge seien nicht rentabel – werde ich sie fleissig nutzen. Rettet die letzten unsteigefreien grenzüberschreitenden Reisemöglichkeiten für die Velofahrer in Europa!!!

Unterwegs an der Labe / Elbe von Neratovice nach Jaromer (Teil 1 von 2)

Was war ich letztes Jahr neugierig… Wie sieht wohl der Rest des Elberadwegs aus? Der hin zur Quelle? Dieser Post beschreibt meine sehr erlebnisreiche Woche auf dem Elberadweg…

Sonntag – Ankunft in Prag – Transfer nach Neratovice / Erste Radetappe nach Brandys nad Labem (ca. 17 km)

Nach einer mehr oder weniger unruhigen Nacht werde ich am Morgen im Bahnhof Leipzig so langsam wach. Als ich gestern Abend in mein Abteil gegengen bin war es unsagbar heiss – kein Wunder wenn der Wagen den ganzen Tag in der prallen Sonne gestanden hat – also hab ich meine Klimaanlage bis zum Anschlag auf „kalt“ gestellt. Leider war das in der Nacht ein Nachteil, ich habe bitterlich gefroren und musste aus dem Bett um die Klimaanlage auf wärmer zu stellen – dass sollte auf dieser Tour noch ein Nachspiel haben….

Kurz vor Dreseden servierte mir dann der Steward ein „boxed Frühstück“ und freute mich auf die Vorbeifahrt am Elbsandsteingebirge – aber wie schon im letzten Jahr – Regen 😦

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Gegen 10:30 war der Zug dann in Prag und endlich konnten wir ausladen. Da es im hinteren Teil des Bahnhofs auch schöne Rampen gibt bleib mir das Schleppen erspart und ich konnte versuchen raus zu finden, von welchem Gleis meine Reginalbahn nach Neratovice fahren würde. Leider gibt es in Prag aber keine Fahrpläne mit Gleisen, man muss warten, bis dem Zug auf der grossen Anzeigetafel ein Gleis zugewiesen wird – das ist ca 15 – 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges der Fall – also kein Grund für Stress.

Das Velo war schnell verladen – wir waren mit drei Velos – Platz wäre für vier gewesen. Die Fahrt dauerte eine knappe Stunde, Stress hatte ich keinen, eine sehr nette Schaffnerin war an Bord und sehr auskunftsfreudig – bereits jetzt zeigte sich wie wertvoll die Mitnahme des in letzter Minute erworbenen Tschechischen Sprachführers werden sollte.

Warum eigentlich von Neratovice? Sinnigerweise sollte ich doch von Melnik aus fahren? Die Antwort ist sehr einfach – zu faul zum umsteigen… Nach Neratovice gibt es einen direkten Zug vom Prager Hauptbahnhof und mit einem beladenen Reiseread meide ich jedes Umsteigen in unbekannten Terrain….

Endlich gehts wieder los :-)

Endlich gehts wieder los 🙂

Endlich geht es los, fahren kann man hier auf beiden Seite der Elbe, aber für mich sollte es der 2er-Weg sein, also der Orginalelberadweg.

Da ist sie wieder - die Labe / Elbe

Da ist sie wieder – die Labe / Elbe

Leider war aber die Qualität dieses Weges mehr als bescheiden, hinzu kam ein unterschätztes Problem, mein Heuschnupfen 😦 In der Schweiz merke ich den nur sehr wenig, Pollen gibts zwar auch, aber anscheinend nicht in dieser hohen Dosierung wie sie mir hier entgegen schlugen. Selbst meine Haut reagierte auf die Gräserpollen, ich bekam kaum noch Luft – Asthma lässt grüssen – und meine Haut sah sehr hässlich aus. Daher gab es dann bereits nach zehn Kilometern den ersten ungeplanten Halt um mich mit Medikamenten abzufüllen und deren erste Wirkung abzuwarten 😦

Danach habe ich mich entschlossen die Seite zu wechseln und auf dem 19er Radweg weiter zu fahren. Was für ein Unterschied! Quasi eine Radelautobahn, mit einladenen Beizen am Wegesrand fast bis Brandys! Ich war zwar nicht alleine auf dem Radweg, aber es war ok.

Das erste Bier - 23 Kronen (ca. 1,5 CHF oder 1,2 Euro) für einen halben Liter - so lecker:-)

Das erste Bier – 23 Kronen (ca. 1,5 CHF oder 1,2 Euro) für einen halben Liter – so lecker:-)

Kurz vor Brandys war die Pracht zu Ende und da ich mich eh auf die Suche nach meinem Hotel machen müsste wechselte ich auf die Strasse und liess mich von meinem Navi zum Hotel führen. Das hat in Brandys super funktioniert. Wie immer war schnell ein „Schlafplatz“ für mein Velo gefunden und ich konnte mich dem seligen Nichtsun hin geben. Auch konnte ich den ersten Krimi dieser Reise anfangen zu lesen. Nach einiger Zeit faulenzen hab ich mir dann die Stadt angesehen und einen wunderbaren Biergarten für das Abendessen gefunden. Platt wie ich war lag ich gegen zehn im Bett und habe geschlafen wie ein Stein.

Montag – Brandys nad Labem – Kolin (64 km)

Das Frühstück war naja… Eben tschechisch. Gegen 9 ging es los, gradewegs zurück auf den 19er. Kurz nach dem Ort war die Radlerautobahn zu Ende, es ging weiter auf einer Sandpiste….

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Der Weg wurde dann schmaler und verschwand im Wald…

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Über die Brücke habe ich mich definitv nicht getraut, ich machte mich auf die Suche nach einer anderen Möglichkeit. Man konnte das Gebiet unfahren und bald landete ich wieder auf der guten alten 2er Elberadweg.

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Da ich keine Lust hatte auf allen schlechten Stellen zu schieben kam irgend wann was kommen musste. Ich handelte mir einen heftigen Schlag im Hinterrad ein mit einer hässlichen Acht. Gleichzeitig konnte ich durch meinen edlen Schwalbe Supreme Mantel an der Seite durchschauen…..  Das Velo war aber noch fahrbar, daher entschied ich mich bis nach Kolin zu fahren um dort einen Velohändler zu suchen. Bald war Nymburk erreicht.

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Leider hatte ich danach ein hässliches Erlebnis, zum Glück war ich nur unfreiwilige Zuschauerin! Ich fuhr auf einem Veloweg neben der Strasse. Es brauste eine Rollerfahrerin mit sehr hoher Geschwindigkeit heran. Sie wollte noch vor einem Auto links abbiegen. Leider war sie zu schnell, der Roller landete in der Leitplanke die Frau flog im hohen Bogen weiter den Hang herunter. Zum Glück war ich nicht die Einzige die das Unglück gesehen hat. Ich stieg den Hang hinuter, da lag die Frau, der Helm war weg, das Gesicht voller Blut einschliesslich fehlender Zähne – Jethelm machts möglich – und am rechten Schienbein waren die Knochensplitter zu bewundern. Ein anderer Mann hielt an und rief den Notarzt. Ich habe Erste Hilfe geleistet und gemerkt dass meine sehr wenigen brüchigen Sprachkenntnisse nicht wirklich ausreichend sind um hier nützlich zu sein. Inzwischen war ein weiteres Auto da, ich habe mich kurz verabschiedet und bin dann ziemlich verstört weiter gefahren. Das Erste was ich wieder bewusst aufgenommen habe war der Gartenzwergladen….

???????????????????????????????Die heutige Übernachtung fand in einer Privatpension in Kolin statt. Die zu finden war nicht einfach, leider hat mich mein GPS hier das Erste Mal in Stich gelassen. Nach diversen Kurvereien und Nachfragen – meine Tschechischbrocken werden immer besser 🙂 – fand ich schliesslich mein Quartier. Einfach, sauber und günstig. Die Dusche hatte ihren ganz eigenen Scharme…

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Nach der Körperpflege ging ich die Stadt anschauen und einen Velohändler suchen. Leider war ich zu spät, in Tschechien schliessen die Velogeschäfte bereits um 17:30 Uhr 😦 Einen habe ich noch erwischt, nach dem er aber sah, dass die Sache nicht in 10 Minuten erledigt sein würde ging er heim 😦 Ok, dann habe ich mir die Stadt angeschaut. Kolin ist eine schöne Stadt, aber definitiv nicht auf Toursiten eingestellt. Ohne Tschechisch geht hier wenig 😦 Aber mit meine Sprachführer konnte ich gut überleben, Abends habe ich vor dem Supermarkt – bis 21:00 Uhr geöffnet – noch einen Jungen getroffen der mein Velo bewundert hat. Der konnte ein paar Brocken deutsch, er erzählte mir, dass deutsch in ihrer Schule als erste Fremdsprache unterrichtet wird….

 

Dienstag – Kolin – Pardubice (56 km)

Da mein Velo immer noch fahrfähig war entschied ich mich mein Schiksal heraus zu fordern und auf mehr Velohändler in Pardubice zu hoffen.  Das Wetter war wieder sehr gut auch wenn ich mich etwas schlapp fühlte. Auch hatte ich immer noch den hässlich Unfall der Rollerfahrerin vom Vortaim Kopf. Der Weg war immer, wild, schön und schlecht. So ist das in Tschechien. Rund um die Orte sind Veloautobahnen entstanden, zwischen den Orten ist der Weg meist eher einfach gehalten. Was immer wunderbar ist, ist das Fahren auf den kleinen Nebenstrassen mit fast keinem Verkehr. Dazu sollte sich heute reichlich Gelegenheit bieten.

Der Weg führt heute durch ein grosses Pferdegestüt welches 1579 zum Kaiserhofgestüt erhoben worden ist. Es ist das einzige lebendige Kulturdenkmal der Tschechischen Republik.

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Leider ging es mir unterwegs nicht wirklich gut, alles war sehr anstrengend. Ich war froh über die kurze Etappe. Auch bekam ich nicht all zu gut Luft. Gegen Pollen hatte ich vor gesorgt, den Tag hatte ich mit reichlich Antihistaminika begonnen. Auch war mir immer wieder kalt. Als dann die Husterei los ging wusste ich bescheid. Die Rache der Klimaanlage aus dem Nachtzug, eine Erkältung 😦

Pardubice ist eine relative grosse Stadt, hier sollte es doch auch einen Velohändler geben? Fündig wurde ich dann unten an der Labe und zwar genau an der Stelle an der die Schiffbarkeit der Elbe endet. Natürlich war schon zu, es war nach 17:30 Uhr.

 

Hier endet die Schiffbarkeit der Elbe - der letzte Hafen.

Pardubice selbst ist eine wunderbare Stadt, die auch einen Besuch ohne Radtour lohnt.

Geschlafen habe ich in einem wunderbaren alten Hotel, leider war bei mir gegen 20:00 Uhr Feierabend, mir ging es nicht so besonders, auch hat mich die Erkältung geärgert 😦

Den weiteren Teil der Reise beschreibe ich im nächsten Teil 🙂

Elberadweg Tschechien bis zur Quelle – das Vorgeplänkel

Diese Woche war geplant als Fortsetzung des Elberadwegs aus dem letzten Jahr. Aber statt wieder in Richtung Meer zu fahren wollte ich dies Mal von Melnik aus Richtung Quelle in Spinderlermühle fahren.

Kollage_Tschechien

Da ich im Internet zwar diverse Beschreibungen gefunden habe, aber nirgend wo eine durchgehende Beschreibung bis Spindlermühle, werde ich die Tour hier detaillierter beschreiben als sonst bei mir üblich. Die Informationen sind nach besten Wissen und Gewissen recherchiert und zusammengesellt und entbinden den Verwender nicht davon, ggf. eigene Recherchen anzustellen. Das Ganze ist angereichert mit meinen zahlreichen Erlebnissen und Eindrücken auf dieser eindrücklichen Tour.

 

Tourvorbereitungen

Aufgrund meiner Erfahrungen im letzten Jahr zu den Wegverhältnissen in Tschechien habe ich mich lange mit dem Gedanken getragen statt mit meinem geliebten Reiserad ein Bike mit auf die Tour zu nehmen. Leider hat ein Bike aber den Nachteil, dass der Gepäcktransport auf Rucksack und ggf. leichten Hinterradträger beschränkt ist, insbeosndere wenn man sein Bike nicht allzu sehr umbauen möchte. Daher ist in letzter Instanz dann doch wieder die Entscheidung für das Reiserad gefallen.

 Geplante Strecke

Die Idee ist, von Melnik aus bis Spinderlmühle zu fahren und dabei der hervorragenden Beschilderung des Elberadwegs zu folgen. Der Elberadweg ist inzwischen fast komplett als Nummer 2 ausgeschildert, in ganz wenigen Fällen findet man noch Schilder mit der alten 24er-Nummerierung.

Aufgrund der schwierigen Streckverhältnisse habe ich Tagesetappen von maximal 65 Kilometern geplant.

Als Abschluss ist eine Wanderung zur Elbequelle von Spindlermühle aus geplant.

 Anreise

Wir haben von Zürich aus – noch – einen durchgehenden Nachtzug nach Prag, welcher leider zum Fahrplanwechsel Dezember 2014 gestrichen werden soll. Es bietet sich grundsätzlich auf Radreisen an, den Zug als Transportmittel zu nutzen, da man auf diese Art und Weise beliebige Strecken fahren kann, ohne dass man an den Ausgangspunkt einer Tour zurück kehren muss. Auch entfällt das aufwendige Zerlegen und Verpacken des Rades, was für eine Flugreise zwingend notwendig ist.

Das Nachtzugnetz stellt eine der letzten Verbindungwege in Europa dar, auf dem man sein Velo umsteigefrei auf langen Strecken transportieren kann. Es ist ein Trauerspiel, dass nun auch noch diese letzte Möglichkeit von der Deutschen Bahn zusammen gestrichen würd, insbesondere da in den ICEs / TGVs und Railjets dieser Welt auch kein legaler Velotransport möglich ist.

Ich habe mich dann statt Melnik für Nevatovice als Startort meiner Tour entschieden, da man nach dort gemütlich mit einem Vorortzug von Prag aus umsteigefrei hin fahren kann.

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 Kartenmaterial

Für Tschechien kann ich insbesondere den Cykloserver sehr empfehlen. Es handelt sich dabei um eine Onlinekarte, auf der alle tschechischen Radwege mitsamt Nummerierung eingezeichnet sind. Erreichbar ist das Ganze unter cyckloserver.cz

Ich habe mir dazu den Veloatlas Tschechien bestellt und mir dann die relevanten Seiten eingescannt und wieder ausgedruckt. Auf den Ausdrücken habe ich mir die geplante Route mit Textmarker eingezeichnet. Dazu kam mein Garmin-GPS, welches mich auf allen Touren treu begleitet. Insbesondere bei der Suche nach Hotels ist der Garmin ein extrem wertvoller Begleiter, ich verwende die Europa NT-Karte, die ist für das Routing in Städten ausreichend. Für Tschechien ist aber auch eine OSM-Karte verfügbar.

 Samstag

Der Samstag ist für die Tour eigentlich nur im Sinne der Anreise von Relevanz. Für mich hiess es meine Taschen packen, um dann mit dem Velo nach Chur zu radeln. Hier konnte ich gemütlich in den Intercity nach Zürich HB rollen. Wie immer am Wochenende war das Veloabteil ausgesprochen gut belegt.

Bereits 20 Minuten vor Abfahrt wurde unser Nachtzug bereitgestellt, also ausreichend Zeit das Velo gut im Velowagen zu verladen und anzuketten sowie im Schlafwagen das Abteil zu suchen.

Ich fahre grundsätzlich Schlafwagen, da sich hier die Abteiltüren verschliessen lassen und jedes Abteil eine Sprechanlage zum Schlafwagenschaffner hat. Das hat zwar seinen Preis, aber das ist mir meine persönliche Sicherheit wert.

Leider wurde inzwischen der Speisewagen „eingespart“ so fand das soziale Leben auf dem Gang des Schlafwagens statt. Wie immer sehr unterhaltsam, gegen 23:00 Uhr kehrte dann Ruhe ein und alle zogen sich in ihr Abteil zurück.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Foto zeigt bereits die Ankunft in Prag. Die Geschichten aus Tschechien werde ich im nächsten Blogbeitrag beschreiben.

 

Tourenpläne 2014 – was läuft im Juni?

Der erste Velourlaub ist bereits wieder fünf Wochen her, Zeit neue Pläne zu schmieden. Auch habe ich einen neuen Arbeitgeber, dass schränkt meine Tourenpläne unwesentlich ein. Hinzu kommt die immer noch angeschlagene Gesundheit, soweit die Eckparameter für die Planung.

Eigentlich wollte ich im Juni „Wellness-Ferien“ in Scoul machen, aber es zieht mich aufs Velo. Wohin? Das war nicht besonders schwer….

Rennradferien? Um mich auf den Engadin Radmarathon vorzubereiten? Das wäre vermutlich die schlaue Entscheidung…

Aber nein, ich hab da noch eine Pendenz aus dem letzten Jahr…  Den Besuch der Elbequelle 🙂

Also war ich heute auf dem Bahnhof in Bern, habe die SBB-Dame gut 15 Minuten beschäftigt – ok, dafür sind die 10 CHF Zuschlag für Auslandstickets angemessen – und bin nun stolze Besitzerin eines Retourtickets nach Prag mit dem Nachtzug inklusive internationaler Velokarten :-)die

Die Tour werde ich mit einem meiner Bikes fahren, d.h. wenig bis kein Gepäck. Die Strecken werden maximal bei 50 Kilometer am Tag liegen, dazu kommt zum Schluss eine kleine Wanderung zur Quelle. Diesen Tourenbericht habe ich im Web gefunden, ein kleiner Vorgeschmack auf die geplante Reise.

Ich freue mich auf die Tour…..

 

Unterwegs auf dem Elberadweg: Dreseden – Magdeburg

12. September 2013: Decin – Dresden (67 km)

Nachdem ich die Tschechische Grenze überfahren hatte, erwartete mich nun das Elbsandsteingebirge. Darauf hatte ich mich sehr gefreut. Leider war es am Regnen und die Wolken hingen sehr tief. Damit war leider von den tollen Felsen nicht viel zu sehen 😦

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Irgend wann wechselte ich mal wieder die Flussseite um dann kurz darauf mit einer kleiner Fähre wieder die Seite zu wechseln. Das Spezielle an dieser Fähre: Der Fahrpreis. Sage und schreibe 2.50 Euro für eine einfache Fahrt mit Fahrrad….

Die ",50Euro-Fähre

Die 2,50Euro-Fähre

Immerhin, es hörte auf zu Regnen. Leider war da das Elbsandsteingebirkge schon vorbei, und für die tollen Städte Bad Schandau, Königstein und Pirna hatte ich wenig Zeit, da es mich mit Macht Richtung Dresden zog. Der Weg war sehr einfach zu bewältigen, kaum Steigungen und so gut wie kein Wind. Daher waren die ersten Vorboten von Dresden, wie z.B. Schloss Moritzburg oder das blaue Wunder sehr schnell erreicht.

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Dresden:

Dresden – einer der absoluten Höhepunkte einer Radreise die Elbe entlang. Für mich auch sehr emotional, da ich schon immer mal die Frauenkirche sehen wollte. Die Frauenkirche ist für uns Deutsche etwas Spezielles, wegen der schweren Anriffe 1945 auf Dresden. Nachdem ich Velo und Gepäck in er Cityherberge – vermutlich ein altes Interhotel – versorgt hatte, war daher der erste Weg Richtung Frauenkirche.

Frauenkirche

Frauenkirche

Der Besuch war sehr emotional für mich, für uns Deutsche hat die Frauenkirche eine ganz besondere Bedeutung. Zum Ende hin des 2. Weltkriegs wurde Dresden inklusive Frauenkirche fast komplett zerstört. Wer sich davon ein Bild machen möchte, möge diesen Link anklicken. Auch spielte die Frauenkirche im Jahre 1989 bei der deutschen Wiedervereinigung eine wichtige Rolle. Es war zwar sehr voll in der Kirche, aber trotzdem sehr schön.

Vor der Kirche standen zwei Rikschas. Da ich bis dahin selbst diverse Kilometer gestrampelt hatte, war es nun an der Zeit mich fahren zu lassen. Eine Superidee, ich konnte Dresden aus einer sehr spannenden Perspektive mit persönlichem Führer erleben 🙂

Dresdener Zwinger

Dresdener Zwinger

Der Zwinger - ganz für mich alleine - morgens um 07:00 Uhr

Der Zwinger – ganz für mich alleine – morgens um 07:00 Uhr

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Blick aus der Rikscha

Blick aus der Rikscha

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Der Canaleto-Blick auf Dresden

Der Canaleto-Blick auf Dresden

In der Pfunds-Molkerei

In der Pfunds-Molkerei

Frauenkirche

Frauenkirche

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Nach der Tour war ich ziemlich platt und bin zurück in mein Hotel. Dort war es reichlich psychidelisch….

Was für Fans der 60er Jahre...

Was für Fans der 60er Jahre…

Es gab noch ein gutes Abendessen – endlich hab ich wieder verstanden was auf der Speisekarte steht – und danach bin ich ziemlich fertig ins Bett….

13. September 2013: Dresden – Torgau (107 km)

Der heutige Morgen ist regnerisch, irgend wie bin ich auch ein bisschen platt von all den Eindrücken in Dresden. In Meissen gäbe es die Porzelanmanufaktur zu besichtigen, aber ich hab keine Lust….

Dasist mal ein Brückenname :-)

Dasist mal ein Brückenname 🙂

Meissen, vom Elbufer aus gesehen

Meissen, vom Elbufer aus gesehen

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Ansonsten ist der Vormittag sehr kurzweilig, bald ist Riesa erreicht. Von der Stadt bin ich sehr enttäuscht und am Nachmittag beginnt die Ödnis des Landkreis Nord-Sachsen. Da war Tschechien stärker bevölkert, ausser gigansichen „Tiergefängnissen und Biogas-Domen gibts nichts zu seheen ausser Ödnis. 😦

Einfach nur nichts...

Einfach nur nichts…

Als ich das Gefühl habe, dass ich nicht mehr weiter komme denkt der liebe Gott an mich und sorgt für Abwechselung. Auf einam stehe ich an einem wunderschönem See 🙂

Tolle Begegnung in der Kirche mit dem Kuster, im übrigen hat die Kirche eine super Akustik für Gesangseinlagen...

Tolle Begegnung in der Kirche mit dem Kuster, im übrigen hat die Kirche eine super Akustik für Gesangseinlagen…

Was für ein herrliches Plätzchen

Was für ein herrliches Plätzchen

Dan sind es noch ca. 20 km bis nach Torgau. Das Hotel ist schnell gefunden. Hässliche Überrraschung: Irgend ein perverser Mensch hat an der Dusche einen Knopf angebaut, der nach 30 Sekunden das Wasser automatisch abstellt. In Kombination mit einem Heisswasserboiler eine tolle Kombination! Die Stadt ist dafür um so schöner.

Blick auf Schloss vom Brauereirestaurant aus gesehen

Blick auf Schloss vom Brauereirestaurant aus gesehen

Schloss Torgau

Schloss Torgau

Typischer Strassenzug

Typischer Strassenzug

Auch das gibts noch, einfach gammelig wie zu DDR-Zeiten

Auch das gibts noch, einfach gammelig wie zu DDR-Zeiten

Zur Belohnung ist in Torgau Kirmes und ich kann mich am typisch säsischen Spiesen und dem Wahnsinnsdialekt erfreuen.

14. September 2013: Torgau – Dessau (113 km)

Bei herrlichstem Wetter beginnt heute morgen ein weiterer langer Abschnitt.

Ein letztzer Blick auf Schloss Torgau von der Elbseite aus gesehen

Ein letztzer Blick auf Schloss Torgau von der Elbseite aus gesehen

Morgenstimmung am Flussufer

Morgenstimmung am Flussufer

Was ich natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht weiss, es steht mal wieder eine längerer Verwirrtour an und das mitsamt einem Navi, das angeblich alle wichtigen Deutschen Radwege beinhaltet…..

Am Fluss

Am Fluss

Auf der Seilfähre

Auf der Seilfähre

Herrlich...

Herrlich…

Die Tour führt weiter bei absolutem Traumwetter und bald ist ei weiterer Höhepunkt der Tour – die Lutherstadt Wittenberg erreicht.

Das Rathaus in Wittenberg

Das Rathaus in Wittenberg

Radtourenhotspot  Wittenberg

Radtourenhotspot Wittenberg

Kurz nach Wittenberg gibt es Chemie zu sehen….

Ungeliebtes Kopfsteinpflaster

Ungeliebtes Kopfsteinpflaster

Chemiepark

Chemiepark

Dessau nähert sich mit Riesenschritten. In Dessau selbst darf ich mal wieder das Hotel suchen. Das Velo-Navi hat bisher ganz gut funktioniert. Dies mal nicht. Es führt mich auf einem nicht vorhandenen Feldweg…

Fähre fahren...

Fähre fahren…

Abends gehe ich bei einem herrvorragendem Kroatem speisen. Genial wenn man den ganzen Tag Rad fährt, der Dreigänger war hervorragend.

15: September 2013: Dessau – Magdeburg (73 km)

Irgend wie bin ich heute völlig platt. Mir stecken die letzzen beiden Tage in den Knochen. Ich hab keine Lust zu fahren, zum Glück steht nur ein kurzer Abschnitt an.

Technikmuseum Hugo Junker I

Technikmuseum Hugo Junker I

Technikmuseum Hugo Junker II

Technikmuseum Hugo Junker II

Unterwegs gibt es nicht viel zu sehen. Ausser den üblichen „Autowohnparken“.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der Radweg wird wunderbar durch den Wald geführt, aber das bekomme ich in meiner „Frustetappe“ nur schemenhaft mit. Das Fahren ist heute ein einziger Krampf….

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Nur der pure Willen bringt mich heute weiter. Das Erste mal, dass ich von meinen Erfahrunge nach der Hüft-OP profitiere. Die Zeiten war nach der OP so mies, das es einfach nicht schlimmer sein kann. Daran hab ic mich erinnert. Und das hat mich bis zu meinem Hotel gebracht, welches ein absoluter Volltreffer ist. Insbesondere das Kuchen-Buffet war herrvorragend.

Fazit

Ein wunderbarer Abschnitt mit sehr gemischtem Wetter. Die Wegqualität lässt zum Teil zu wünschen übrig, es steht und fällt mit dem jeweiligen Landkreis. Insbesondere im Landkreis Nordsachsen war es zum Teil schlimmer als in Tschechien. Dafür war es rund um Meissen perfekt.

Fortsetzung folgt….

Unterwegs in Tschechien auf dem Elberadweg

Dieer Blogeintrag beschreibt die Anreise nach Prag und die Radtour zwischen Prag und der Tschechischen Grenze hinter Decin.

Anreise:

Am Sonntag belud ich in Ems am spätem Nachmittag mein Velo und fuhr gemütlich nach Chur. Was für ein Gefühl endlich wieder ein voll beladenes Reiserad unter mir zu haben! Der Zug zwischen Chur und Zürich war voll wie immer, die Zeit in Zürich HB reichte noch, um im Federal Hörnli zu geniessen.

Der Nachtzug nach Prag wurde pünktlich bereit gestellt, und ich konnte mein Velo in aller Ruhe verladen. Das Abteil war eingerichtet, und ich konnte mein erstes tschechisches Bier dieser Reise geniessen, da es sich um einen tschechischen Schlafwagen handelte.

Mein Schlafwagen-Reich

Mit dem Schlafen im Schlafwagen ist das so eine Sache, aber es war ok. Als ich langsam wieder wach wurde waren wir bereits in Leipzig, morgens gegen 06:30 Uhr. Es war am Regnen, draussen war es ekelig kalt. Zum Glück hatte ich mein warmes Bett und kurz darauf wurde ein „Boxed Frühstück“ mitsamt den von mir gewünschten zwei Kaffee serviert. Da der Zug ab Dresden an der Elbe entlang fährt,  hatte ich Gelegenheit bereits die Strecke aus der Ferne zu inspizieren. Irgendwann gegen 10:30 Uhr war Prag erreicht und ich konnte alles wieder aufs Velo packen.

Die erste Aufgabe war nun, dass Hotel zu finden. Dieses hatte ich nach dem Kriterium Schönheit ausgesucht und weniger nach der Lage. Das Hotel lag nicht im Zentrum von Prag, sondern in einem etwas ruhigerem Bezirk. Dieses Hotel galt es nun zu finden, also eine erste Aufgabe für meinen Edge 810. Würde das Navigieren funktionieren? Als Karte diente der City Navigator Europe, den Wegepunkt hatte ich mir noch daheim am PC gesetzt.

Der „Rosa-Strich“ führte mch brav vom Bahnhof weg durch die Prager Altstadt Richtung Karlsbrücke. Aber Velo fahren? Bei all den Trams, hmm, auf der Radreise hat man bekanntlich Zeit, also erst mal meinen „Schwertransporter“ schiebend bewegen….

Es kommt die Karlsbrücke in Sicht, ein erster Meilenstein auf dieser Reise.

Auf die Karlsbrücke

Auf die Karlsbrücke

Da es Leute ohne Ende hat schiebe ich weiterhin mein Velo 😦 Nach der Brücke wird es besser, dafür auch steiler. Das Navi führt mich eine steile Treppe hoch – toll mit voll beladenem Reiserad. Nachdem auch die Treppe gemeistert ist, kann ich dann gemütlich den Rest des Berges hoch fahren. Ein Genuss nach all der Schieberei!

Ich kann gut im Prager Strassenverkehr mit schwimmen, mein Navi sagt mir „sie haben ihr Ziel erreicht“. Wo ist das Hotel? Beim CityNavigator werden anscheinend Autozeiten gerechnet, aber auch ich erreiche schliesslich mein Ziel und bin sehr positiv überrascht.

Morgens vor der Abfahrt am Amberhotel

Morgens vor der Abfahrt am Amberhotel

Das Hotel ist in einem ehemaligem Kloster – mit eigener Hausbrauerei 🙂

???????????????????????????????Das Velo darf mit aufs Zimmer, damit sind auch Sicherheitsprobleme gelöst. Nach einem ausgiebigem Mittagessen mit einer Bierdegustation in der hauseigenen Brauerei schaue ich mir noch ein wenig Prag an.

??????????????????????????????? OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas für eine tolle Stadt! Ich komme garantiert bald wieder, um mir alles in Ruhe an zu schauen….

10.09.2013 Prag – Roudnice nad Labern(86 km):

Heute geht es endlich los! Die erste Aufgabe ist den Weg aus Prag zu finden. Der erste Plan war mit dem Zug ein Stück raus zu fahren, aber ich hab dazu keine Lust. Ich will Velo fahren, nicht Zug! Schlau wie ich bin, hab ich mir zu Hause die gesamte Tagesetappe auf meinen Edge geladen. Damit sind alle Probleme gelöst – denke ich… Fehlenscheid! Die Erstberchnung der Route dauert schon 10 Minuten! Und kaum fährt man in eine andere Strase – Frau weis es bekanntlich besser als der blöde Kasten am Lenker – geht die ganze Rechnerei von vorne los.

Der Radweg ist super ausgeschildert, sobald man endlich ein Schild findet. Leider hab ich mich prompt wieder verirrt, aber nach gut zwei Stunden hab auch ich endlich den Ausgang aus Prag gefunden, und bin in Troja. Troja ist der erste wichtige Navigationspunkt nach Prag an der Moldau.

Der Radweg gibt sich hier wie eine „Autobahn“ frisch geteert, sogar mit einem Mittelstreifen, aber irgend wann kommt das, vor dem der verwöhnte mitteleuropäische Reiseradler gewarnt wird, der Radweg nimmt osteuropäische Verhältnisse an…

Ein Stück weiter - Radweg nicht mehr ganz so schön...

Ein Stück weiter – Radweg nicht mehr ganz so schön…

Zum Glück ist die Felspassage nur von kurzer Dauer und es gilt sich mit der nächsten Herausforderung auseinander zu setzen.

Überquerung der Moldau in Lobecek auf einem Stauwerk - wunderbare Stahlarbeiten

Überquerung der Moldau in Lobecek auf einem Stauwerk – wunderbare Stahlarbeiten

Im Intermet wird vor einer Pipeline-Brücke gewarnt, welche offizieller Bestandteil des Elberadwegs sein soll. Als Alternative wird eine Querung mit der Fähre in Bukol empfohlen. Die Fähre finde ich auch. Vor lauter Respekt vor der Passage vergesse ich ein Foto von dieser Fähre zu machen, daher dieses Bild aus der Wikimedia.

Fähre Bukol - Luzec - Quelle: Pavel Hrdlička, Wikipedia

Fähre Bukol – Luzec – Quelle: Pavel Hrdlička, Wikipedia

Der Fährmann ist sehr freundlich und die Überfahrt gibts für 25 Kronen. Das Ganze ist eine recht wackelige Sache, aber alles geht gut. Bald ist nach gut 50 km Melnik erreicht. In Melnik fliesst die Moldau in die Elbe und damit bin ich nun tatsächlich auf dem Elberadweg (Nr. 2 auf der Tschechischen Beschilderung).

Blick auf das Kloster von Melnik - hier fliesst die Moldau in die Elbe, und damit beginnt für die Radfahrer von Prag her hier der eigentliche Elbradweg

Blick auf das Kloster von Melnik – hier fliesst die Moldau in die Elbe, und damit beginnt für die Radfahrer von Prag her hier der eigentliche Elbradweg

Da mir inzwischen der Magen in der Kniekehle hängt gehe ich einen kleinem Ort in ein Restaurant. Da mein Tschechisch nicht existent ist – und die Bedienung weder deutsch noch englisch spricht – verspeisse ich den Klassiker – Pizza. Das geht in jeder Sprache. Während ich auf mein Essen warte, sind die männlichen Mitesser um Kontaktaufnahme bemührt – wohlgemerkt auf Tschechisch 🙂 Ich hab lange nicht mehr so gelacht wie bei diesem Mittagessen….

Nach dieser sehr unterhaltsamen Pause geht es weiter und es fängt an zu regnen. Zum Glück ist der Etappenort Roudnice nad Labern errreicht und ich komme in einer Bruchbude von Hotel für die Nacht unter. Das Abendessen war Spitze und ich falle bald in mein mehr oder weniger sauberes Bett.

11.09.2013 Roudnice nad Labern – Decin (70 km):

Der neue Morgen präsentiert sich im besten Wetter. Das Frühstück passt zum gammeligen Hotel und daher sehe ich zu, dass ich los komme.

Morgenstimmung in Roudnice nad Labem

Morgenstimmung in Roudnice nad Labem

Nach dem verregnetem Nachmittag gestern ist es ein herrlicher Morgen. In Roudnice wird die Elbe gequert und der Weg führt etws weiter im Hinterland lang.

Hopfenreste

Hopfenreste

Dabei kommt man an endlosen, bereits abgeernteten Hopfenfeldern entlang. Ich hab das Gefühl, dass die Dörfer alle gleich arm aussehen, was mir aufgefallen ist, ist die Beschallungsanlage in allen Orten, egal wie klein. Ob das ein sozialistisches Überbleibsel ist?

Typischer Anblick in einem kleinen Tschechischen Dorf - Strasse mit reichlich Schlaglöchern, Häuser mehr oder weniger renoviert und die olbigate "Beschallungsanlage" - zum Glück war die bei meinem Besuch nie in Betrieb....

Typischer Anblick in einem kleinen Tschechischen Dorf – Strasse mit reichlich Schlaglöchern, Häuser mehr oder weniger renoviert und die olbigate „Beschallungsanlage“

Gerade die Morgenstimmung ist es, die es mir beim Radeln immer besonders angetan hat. Auch auf dieser Tour ist es wieder so.

Wunderbare Morgenstimmungkurz vor Racice

Wunderbare Morgenstimmungkurz vor Racice

Dann erwartet mich eine sehr spezielle Passage, die ich zwar am Anfang noch fahre, aber dann schiebe.

In dieser Schlammschlacht wären GoreTex-Schuhe tatsächlich mal nützlich gewesen - der eine "Tümpel" war jedoch so tief, das das Wasser wieder mal oben in den Schuh rein gelaufen wäre.....

In dieser Schlammschlacht wären GoreTex-Schuhe tatsächlich mal nützlich gewesen – der eine „Tümpel“ war jedoch so tief, das das Wasser wieder mal oben in den Schuh rein gelaufen wäre…..

Den Weg umgehen könnte man zwar, aber da ist es noch schlammiger. Was bin ich froh, für meine wasserdichten Ortlieb-Taschen, die sich insbesondere an solchen Tagen bewähren. Das ich nass und schlammig bin, ist eine Nebenkriegsschauplatz, es ist nicht kalt….

Bald danach wird es mir etwas eng ums Herz, hier kann man endweder via Theresienstadt fahren – das „Alters-KZ“ aus Adolfs Zeiten – oder via Litomerice. Theresienstadt erspare ich mir, ich weiss nicht ob ich mir das ansehen kann. Litomerice ist eine tolle Stadt, mit einem wunderbaren altem Stadtkern.

Marktplatz von Litomerice (Leitmeritz) - weiter hinten das Kelchhaus

Marktplatz von Litomerice (Leitmeritz) – weiter hinten das Kelchhaus

Stephanskathedrale in Litomerice

Stephanskathedrale in Litomerice

Leider ist hinter Litomerice der Spass mit der Sonne wieder vorbei, aber es regnet nicht wirklich.

Der Tschechische Autofahrer ist nicht unbedingt besonders velofreundlich eingestellt, aber Angst hatte ich nie beim Fahren auf den Strassen Tschechiens. Der Elberadweg wird mal auf einem separatem Radweg, mal auf Feldwegen mal auf der Strasse geführt. Die Ausschilderung ist vorbildlich mit gelben Tafeln markiert.

Radwegebeschilderung in Tschechien - perfekt! Die "2" ist der Elberadweg

Radwegebeschilderung in Tschechien – perfekt! Die „2“ ist der Elberadweg

Es wird sehr fleissig am Radweg gewerkelt und ständig optimiert.

"Radfahrer-Autobahn", perfekt ausgeschildert

„Radfahrer-Autobahn“, perfekt ausgeschildert

Da ist der schöne neue Radweg leider kurzfristig zu Ende :-(

Da ist der schöne neue Radweg leider kurzfristig zu Ende 😦

Unterwegs komme ich dann auch an der Burg Schreckenstein vorbei, und bald danach ist Decin erreicht.

Blick auf Burg Schreckenstein

Blick auf Burg Schreckenstein

Heute übernachte ich in einem deutlich besserem Hotel als gestern, auch wenn es nur die Hälfte von dem des letzten Tages kostet.

Da neben mir noch eine organisierte Radreise im Haus übernachtet, darf ich ein Zweizimmer-Appartement für mich haben. Leider sind die Kollegen der organisierten Radreise so arrogant, das ein Gespräch nicht möglich ist, ich bin für die Herrschaften schlicht nicht exisitent. Ich hoffe nur, dass sie mit dem Tschechen nicht auch so umgehen, schliesslich sind wir alle Botschafter unseres Sports und unserer Leidenschaft….

12.09.2013 Decin – Dresden (67 km):

Leider ist das Wetter heute morgen gar nicht toll. Heute ist das besonders schade, da die Passage durch das Elbssandsteingebirge ansteht, ein Highlight der Radtour. In Tschechien selber sind heute noch knapp 25 km zu fahren.

Der "Lange Ritt" 300 Meter langer Weg zum Schloss Decin

Der „Lange Ritt“ 300 Meter langer Weg zum Schloss Decin

Bald regnet es dann richtig, ich steige mal wieder in meine Regenmontur. Damit lässt es sich auch Radfahren, anhalten darf ich nicht, da dann gleich meine Brille beschlägt. Solange ich fahre geht es.

Auffällig ist, dass je näher ich der Tschechischen Grenze komme, desdo besser werden die Radwege.

Grenzübertritt nach Deutschland

Grenzübertritt nach Deutschland

Bald ist die deutsche Grenze erreicht.

Auf der einen Seite bin ich froh, wieder in einem Land zu sein, in dem ich die Leute verstehe, auf der anderen Seite bin ich traurig schon aus Tschechien raus zu sein.

Ich hab wenig andere Radreisende in Tschechien gesehen, vermutlich steigen die Meisten erst in Dresden ein, was schade ist. Die Tschechischen Radwege sind deutlich besser als ihr Ruf, und es wird fleissig an den Radwegen weiter und ausgebaut.

Vom Budget her bin ich mit recht wenig Geld ausgekommen, man kann extrem preiswert essen und übernachten. Wenn ich aufs Geld geschaut hätte wäre es vermutlich noch deutlich günstiger gegangen. Meine Angst vor Prag war unbegründet, niemand hat versucht mir was zu stehlen. Es gibt so viele deutlich einfacherere Diebstahlziele als Radtouristen da reichlich andere Touristen unterwegs sind, die zeigen was sie haben.

Aus Prag raus zu kommen war nicht ganz einfach, aber da ich reichlich Zeit hatte, hat mich das nicht all zu sehr gestresst. Mit dem Rennrad würde ich nicht gehen, daüfr sind die Strassen zu schlecht. Ein robustes Treckingrad ist die richtige Wahl.

Irgendwann möchte ich noch die Elbequelle in Spindlermühle besuchen, aber dann mit dem MTB. Das gibt dann eine neue Geschichte 🙂

Im nächsten Blog werde ich beschreiben, wie es in Deutschland auf dem Elberadweg weiter geht. Wer noch etwas mehr zum Tschechischen Abschnitt wissen möchte kann hier schauen:  http://www.elberadweg.cz

Elberadweg leider schon vorbei…

865 gefahrene Kilometer, 140 Kilometer Zugtransfer, 23 Biersorten verkostet, X Fährüberfahrten, endlose Kilometer auf Betonplattenwegen und Kofsteipflaster, Sonne, Wind und Regen. Gemütsmässig meist gute Tage und ein weniger guter Tag, das war mein persönlicher Elberadweg von Prag nach Cuxhaven.

Morgens in Dresden vor dem Zwinger - kein Mensch da....

Morgens in Dresden vor dem Zwinger – kein Mensch da….

Am Anfang bin ich los gefahren und wusste nicht, ob ich das Ziel in Cuxhaven erreichen würde. Daher waren die Emotionen gerade in den letzten Tagen bis zu Tränen gerührt, insbesondere die Fährüberfahren waren immer sehr beeindruckend. Angefangen bei der kleinsten Fähre in Tschechien, wo ich vor lauter Angst vergessen habe ein Foto zu machen. Zum Glück hab ich eines in der Wikimedia gefunden. Das Ganze war eine recht wackelige Angelegenheit mit meinem „Schwertransporter“ – 15 kg Gepäck, 3 Liter Wasser, 1 kg Lebensmittel, 12 kg Rad – also alles in Allem 30 kg und mein Lebendgewicht.

Fähre Bukol - Luzec - Quelle: Pavel Hrdlička, Wikipedia

Fähre Bukol – Luzec – Quelle: Pavel Hrdlička, Wikipedia

Die letzte Fähre für mich war die Überfahrt von den Landungsbrücken nach Finkenwerder. Die Fähren haben eine andere Grösse und sind dafür auch weniger wackelig 🙂

Hafenfähre Hamburg

Hafenfähre Hamburg

Dazu kam die An- und Abreise mit den Nachtzügen, alles halb so wild – aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.

Warum Elberadweg?

Mein Vater erklärte mir im Frühjahr, dass er seinen Geburtstag mit alten Freunden in Lübeck feiern wolle. Da hab ich meine Ferien entsprechend geplant und auch die ganze Streckenplanung auf Hamburg / Lübeck ausgerichtet. Leider erklärte mir mein Vater vor ein paar Wochen, dass er doch nicht feiern wolle.

Was könnt Ihr in den nächsten Wochen hier erwarten?

Da ich so viele Eindrücke habe – und diese auch erst mal verarbeiten muss – habe ich im Sinn drei bis vier Blockeinträge zu schreiben.

  • Teil 1: Unterwegs in Tschechien
  • Teil 2: Bad Schandau – Magedeburg
  • Teil 3: Magdeburg – Cuxhaven
  • Teil 4: Navigation, Ausrüstung und Reisen mit dem Velo

Ich hoffe, dass Ihr ein bisschen Freude beim Lesen habt, fotografiert habe ich ausschliesslich mit meiner kleinen Kamera.

An der Kugelbarke in Cuxhaven - geschafft

An der Kugelbarke in Cuxhaven – geschafft