Nichts ist so beständig wie die Veränderung

Wer meinen Beitrag  „Das Bänkli“ gelesen hat, der weiss, dass ich seit einiger Zeit nicht mehr besonders glücklich mit meinem bestehenden Job bin. Nach dem ich mich im Sommer eher nur halbherzig mit der Jobsuche beschäftigt habe, fing ich nach den Ferien an, mich mit dem Thema ernsthaft zu beschäftigen.

IMG_9289Fündig geworden bin ich in Bern, genauer gesagt bei der Mobilar. Mitte März werde ich dort anfangen, das solte zeitlich reichen um meine Hüfte halbwegs zu kurieren.

Das heisst leider auch mal wieder umziehen 😦  Aus der Wahlbündnerin wird eine Wochenendbündnerin. Meine Wohnung in Ems werde ich Ende April kündigen, ich suche aktuell in Thun / Münsingen ein neues Zuhause. Denn ohne Berge möchte ich nicht mehr sein.

IMG_9272Parallel dazu bekomme ich einen „Zweitwohnsitz“ in Bergün, mal sehen wie das Leben als Wochenendbündnerin funktioniert.

Neuer Job, heisst leider auch Transamerican – weiter warten. Gesundheitlich wäre die Tour in 2014 definitiv unrealistisch, wie es für 2015 aussieht werden wir sehen.

IMG_9284Mir ist die Entscheidung nicht ganz leicht gefallen, ich wohne gerne in Graubünden. Es fällt mir schwer, dass hier in den letzen Jahren aufgebaute zurück zu lassen. Auf der anderen Seite fange ich in Bern nicht bei Null an, wer mich kennt, weiss, dass ich in den letzten Jahren bereits mehr Zeit in Bern verbracht habe als mir manchmal lieb war.

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Es gibt Leute die meinen, dass das Leben für mich in Bern zu gemächlich ist, aber warten wir es ab….

Transamerican 2014 – wie weiter?

Langsam muss ich mich entscheiden… TransAm in 2014 – ja oder nein?

Eine kleine Betrachtung unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Gesundheit

Zum Glück geht es mit meiner rechten Hüfte stetig aufwärts. Im September gibt es eine Testtour – Elberadweg von Prag nach Hamburg / Cuxhafen – danach kann ich hier eine definitive Aussage machen. Ich denke, mit der rechten Hüfte kommts gut 🙂 Leider macht nun die linke Hüfte Probleme, die Hoffnung, dass sich das gibt, wenn die rechte Seite wieder funktioniert hat sich bis jetzt nicht erfüllt. 😦 Schauen wir, was die zwei Wochen Ferien bringen, aber ich bin eher wenig optimistisch gestimmt. Wenn es dumm läuft, steht die gleiche OP im Winter mit der linken Seite an. Wenn es gut läuft, beruhigt sich die Sache, und ich kann noch ein paar Jahre damit ohne all zu grosse Einschränkungen rumm laufen.

Der Rest – Asthma etc. ist erfreulich stabil, daher kein Hindernis.

Geld

Hier siehts leider nicht so erfreulich aus. Ich konnte bisher nicht genügend Geld beiseite schaffen wie geplant. Das u.a. auch mit gewissen gesundheitlichen Problemen tun. Sponsoring ist keines in Sicht, ich hab mich die letzten Monate aber auch nicht aktiv drumm bemüht.

Sonstiges

Mit meiner Arbeit bin ich aktuell nicht besonders zufrieden, wir befinden uns nach wie vor in Reorganisation. Hoffentlich ist bald klar wie es weiter geht…

F A Z I T:

Es gibt ein K.O-Kriterium, das Geld. Da ich nicht genügend zur Seite schaffen konnte, wird es im nächsten Jahr nichts mit der TransAmerican 😦 Für 2015 möchte ich mich noch nicht festlegen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben….

Transamerican – wie siehts mit dem Geld aus?

Es ist an der Zeit, die Kontostände zu prüfen, und zu sehen , wie es aktuell mit der Habenseite für mein Transamerican-Projekt aussieht.

Mit den paar Rappen komme ich nicht weit....

Mit den paar Rappen komme ich nicht weit….

Aktuell kann ich sagen, dass es nicht gut ausieht. Wenn es nach dem Geld geht, kann ich mein Projekt nächstes Jahr nicht umsetzen. Leider konnte ich nicht in dem Mass Geld zur Zeite schaffen wie geplant. 😦 Krankheit ist leider ein teueres Vergnügen. Dazu kommt vermutlich noch eine fette Steuernachzahlung und damit kann ich mene Tour nächstes Jahr vergessen….

Alternativ könnte ich meine Wohnung kündigen und die Möbel für die Dauer der Tour einlagern. Fragt sich nur, ob das wirklich günstiger kommt, ich muss die Einlagerung finanzieren, das Zügeln, Endreinigung etc. Dazu kommt, dass ich dann in der Zeit unterwegs keinen Wohnsitz habe. Weiss ich nicht, ob das das Besorgen eines Visums für die USA einfacher macht.

Entweder träume ich mindestens ein Jahr länger von meinem Projekt, oder ich finde einen Sponsor.

Von Kapselreizungen, innerem Zwiespalt und anderen Abenteuern

Wie gestern bereits auf Facebook kurz erwähnt, hat mich mein Orthopäde nun für die nächsten drei Woche komplett auf dem Verkehr gezogen. Auf der einen Seite vielleicht zu viel gemacht, auf der anderen Seite tut mit auch die etwas verkrampfte Arbeitshaltung vor dem Rechner auf der Arbeit nicht so gut Diesen Beitrag schreibe ich gemütlich auf dem Sofa liegend, völlig enspannt mit dem MacBook auf den Beinen…

Die Hüftkapsel sei überreizt, das könne leicht chronisch werden und dann bräuchte es Cortison und viel Zeit damit das wieder weg geht. Jetzt soll ich Schwimmen gehen, das Bein nur noch eindimensional bewegen ausser im Wasser und Velo fahren. Ausserdem darf ich langsam die Gewichtsbelastung auf dem Bein steigern. Also fahre ich morgen wieder für ein paar Tage nach Scuol, wohlgemerkt finanzert aus Eigenmitteln…

Ich hab mir das einfacher vorgestellt. Im Web hab ich diverse Foreneinträge von anderen Leuten mit der gleichen OP gefunden, da liesst sich das alles einfacher. Entweder sind die OPs untereinander doch nicht so vergleichbar, die anderen Schreiber haben nicht die Wahrheit geschrieben oder ich bin einfach ein Weichei…

Eingentlich hab ich im Geschäft reichlich Arbeit, und die muss jetzt wieder liegen bleiben. Ich hab ein schlechtes Gewissen, und bin mir noch nicht im Klaren, wie ich damit umgehen soll. Arbeiten trotz Krankschreibung und ein chronisches Leiden riskieren? Vermutlich nicht die beste Entscheidung. Ich werd jetzt das machen was unbedingt notwendig ist, und der Rest bleibt liegen. Ich kann es nicht ändern. Vermutlich hätte ich gar nicht arbeiten sollen, aber mein Hausarzt war ja der Auffassung, dass ich unbedingt gehen muss 😦 Danke dafür!

Meine schönen Pläne bezüglich Aufbautrainng kann ich dann auch erst mal wieder vergessen, ich werde jetzt von Tag zu Tag schauen was schmerzfrei machbar ist, und alles Andere einfach lassen. Auch wenn mir das schwer fällt…..

Transamerican 2014 ist seit gestern für mich in weite Ferne gerückt, aber entscheiden möchte ich das erst im Herbst, vorher macht es vermutlich keinen Sinn irgendwelche Entsdcheidungen zu treffen, da die Basis für die Entscheidung noch unvollständig ist….

Das Bänkli

Zeit – sollte man meinen habe ich reichlich. Weit gefehlt. Ich hab ein Programm, was sich gewaschen hat.

  • Tählich 2- 3 mal 30 Minuten Bewegungsschiene –> Bett, Rückenlage
  • Täglich 2 x Spinning-Bike je 15 – 30 Minuten
  • Täglich zwei Stunden Bauchlage –> Bett, Bauchlage

Dazu kommen Besuche beim Physio in Chur und beim Hausarzt.

Dann gilt es, die eigene Körperpflege durch zu führen – dauert zwei- bs dreimal so lange wie sonst, und irgendwie den Single-Haushalt zu schmeissen….

Zum Glück kommt seit Freitag die Spitex Imboden und unterstützt mich im hauswirtschaftlichen Teil. Schade, dass das erst jetzt passiert. Ich frage mich, wer hätte daran denken sollen diese Unterstützung von Beginn an aufzubieten? Ich? Mein Hausarzt, das Spital? Ich weiss es nicht. Was ich weiss: Aus Schaden wird man klug = das nächste Mal werde ich mich im Vorfeld um dieses Thema kümmern….

Täglich mache ich einen kleinen Spaziergang, damit sowohl die Seele als auch der Kreislauf in Schuss bleibt. Wenn ich den Spaziergang von zu Hause aus unternehme, führt er mich in der Regel zu meinem Lieblingsbänkli.

Lieblingsbank auf dem Stauwerk Ems

Lieblingsbank auf dem Stauwerk Ems

Hier kann ich sitzen, schauen, übers Leben nachdenken und überhaupt. Auf der einen Seite freue ich mich sehr über die Chance vermutlich alles wieder machen zu können, auf der anderen Seite wird mir in den letzten Tagen die Abhängigkeit von Institutionen oder anderen Personen bewusst. Mitdenken scheint nicht jedermanns Sache zu sein, und gute, zuverlässige Freunde sind Gold wert. Auch kann virtuelle Präsenz hilfreich sein, aber sie ersetzt nicht die Physische. Es geht halt nichts darüber, wenn Dich einfach mal jemand in den Arm nimmt…

Das Bedarfsklärungsgespräch mit der Spitex war u.a auch interessant, da die Themen „Bezugsperson“ und „Patientenverfügung“ angesprochen worden sind. Eine Patientenverfügung brauch ich zwar momentan nicht, aber mir ist in dem Gespräch bewusst geworden, dass ich aktuell in meinem physischen Umfeld niemand habe, von dem ich möchte oder dem ich zumuten möchte, dass er im Fall des Falls für mich entscheidet.

Da die Erkenntnis bekanntlich nur der erste Schritt ist, muss ich jetzt schauen, was die Konsequenzen dieser Erkenntnis sind. Ich weiss es noch nicht, aber „kommt Zeit kommt Rat“.

In den nächsten Tagen werde ich mich auf meine weitere Reha konzentrieren, morgen werden zum Glück die Fäden gezogen. Damit kann ich ab Mittwoch meinem Aktivitätenprogramm eine weitere Tätigkeit hinzu fügen – Wassertherapie. Da die Obere Au leider keine Treppe ins Becken hat, der Sand nicht öffentlich ist, heisst das dann auf die Lenzerheide, das H2Lai hat eine Treppe.

Zum Glück weiss ich warum ich das Alles mache. Ich will wieder Sport machen, mich bewegen. Insbesondere will ich zurück aufs Velo, je schneller desdo besser:-)

Transamerican – ich komme. –> Fragt sich nur wann…..

Kartenmaterial

Heute möchte ich Euch den Kartensatz „TransAmerican“ vorstellen, der bei der AmericanCyclingAssociation bezogen werden kann. Ich hab die Karten online bestellt, mit Kreditkarte bezahlt und nach ein paar Tagen hatte ich ein kleines Päckchen im Briefkasten. Das Foto zeigt den kompletten Kartensatz, er besteht aus 12 einzelnen Karten.

Kartensatz TransAmerican

Kartensatz TransAmerican

Jede Karte bildet eine Streckenabschnitt zwischen 230 und 420 Milen ab. Die Karte selbst besteht aus Sektionen, jede Sektion wiederrumm zeigt einen Abschnitt zwischen 40 und 50 Milen.

Kartenaufbau

Kartenaufbau

Die Sektion selbst sieht dann wie folgt aus:

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Was auf dem Ausschnitt sichtbar wird, ist, dass die Verhältnisse im Gegensatz zu Radtouren in Mitteleuropa etwas anders sind. Immer wieder müssen Abschnitte überwunden werden, auf denen auch für länger keinerlei Infrastruktur wie z.B. Restaurant oder Hotel, vorhanden ist.

Das hat Einfluss auf die Ausrüstung, es muss zwingend Campingausrüstung und ausreichend Vorräte mitgenommen werden. Jeder der schon einmal so eine Radtour unternommen hat weiss, dass das mindestens fünf Kilo zusätzliches Gewicht bedeutet…

Auf der Rückseite der Karte finden sich ein Höhenprofil, Informationen zur Infrastruktur unterwegs und ein beschreibender Artikel zu den Highlights an der jeweiligen Strecke.

Ich persönlich schätze die Papierkarte sehr um zu planen, daher bin ich nicht vollständig auf digital umgestiegen. Auf der Tour selbst werde ich ein GPS mitnehmen, und den Kartensatz. Denn sollte die Technik mal versagen – auf meiner Radtour 2012 habe ich fast einen ganzen Tag mit der SD-Karte im Gerät gekämpft – muss das Navigieren trotzdem möglich sein.

Damit ich mir mal einen ersten Eindruck vom Campingmaterial verschaffen kann werde ich heute einen kleinen Ausflug in die Transa nach Zürich machen. Leider habe ich in den letzten Tagen mein Flugticket nicht richtig gelesen, ins Trainingslager nach Malle geht es erst morgen…

Über das liebe Geld…..

Im Blog „Ein paar Überlegungen rund um die Dauer der Tour….“ hab ich mich damit beschäftigt, eine mögliche Zeitdauer für das Unternehmen zu berechnen. Dabei ist eine Dauer von fünf Monten heraus gekommen. In diesem Blog möchte ich meine Überlegungen rund um die Finanzierung des Unternehmens beschreiben.

Eine solche Tour kann man aus eigenen Mitteln finanizeren, oder einen Sponsor suchen. Wenn man sich für die Variante „Sponsor“ entscheidet, dann muss man sich bewusst sein, dass ggf. die eigenen Pläne zu Gunsten des Sponsors anzupassen sind. Z.B. eine andere Routenführung, dass Wahrnehmen von bestimmten Terminen etc. Da ich mir mit dieser Tour einen Lebenstraum erfüllen möchte, steht für mich das Thema „Sponsorung“ nicht an erster Stelle. Ich möchte meinen eigenen Weg gehen.

Finanzierung mit Eigenmitteln:

Von den fünf Monaten werde ich einen Monat über bezahlte Ferien bestreiten. Damit bleben noch vier Monate – oder 16 Wochen – die zu finanzieren sind. Aus heutiger Sicht möchte ich meine Wohnung in der Schweiz für diese Zeit nicht aufgeben. Damit fallen die folgenden „Eh-da-Kosten“ an:

  • Miete für die heimische Wohnung
  • Kosten für Versicherungen, z.B. Kranken und Unfallversicherung
  • Mitgliedsbeiträge und ggf. Abos – da wäre zu Prüfen ob die Zahlungen für die Zeit der Abwesenheit ausgesetzt werden können, z.B. bei einem Fitnessclub-Abo
  • ….

Diese „Eh-da-Kosten“ fallen jeden Monat an und sind in meinem Fall also mal vier zu rechnen.

Hinzu kommen Einmalkosten, die sich durch das Unternehmen selbst ergeben, da wären z.B.:

  • Flüge, in meinem Fall ein Gabelflug von Zürich nach Newhark und retour von der Westküste, ggf. mit Velo und Gepäck
  • Beschaffung von Ausrüstung, Z.B. ein neues Velo oder auch Sonstiges wie z.B. ein Veloanhänger, Packtaschen etc.
  • Kosten für Visa und sonstigen Papierkram
  • ….

Auf der Tour selbst muss genauso gegesessen und geschlafen werden wie zu Hause. Ich überlege Campingausrüstung mitzunehmen, da die Distanzen zwischen Ortschaften deutlich länger sind als in Europa. D.h es kann am Abend nicht immer ein Schlafplatz in einem Haus garantiert werden. Da das Campen nicht unbedingt meine Sache ist, und dadurch auch zusätzliches Gepäck zu transportieren ist, möchte ich in diesem Jahr eine kleine Probetour unternehmen.

D.h. es kommen Kosten für die tägliche Lebenshaltung sowie Übernachtungskosten hinzu. Wieviel man hier rechnen muss, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Ich bin bekannt dafür, dass ich es gerne etwas bequemer habe, das hat seinen Preis.

Zusätzlich zu all diesen Kostenarten muss zwingend noch eine kleine Reserve für Notfälle vorhanden sein. Z.B. ungeplante Transporte unterwegs, schlechtes Wetter das zum Umplanen zwingt, Unfall und Krankheit, früherer Rückflug etc…….

Die Berechnungen dazu mit den konkreten Beträgen kann nun jeder für sich selbst machen, ich habe meine Rechenaufgaben auch schon gemacht und muss nun schauen wie die „Habenseite“ zu dieser Sollseite aussieht.