Vom Burnout und modernen Raubrittertum

Wider der inneren Natur soll man nicht zu lange handeln. Sonst kann das dumme Folgen haben. Zum Beispiel kann man sich selbst nicht mehr finden und spürt sich nicht mehr. Wie bei mir. Verdacht auf BurnOut. Und jetzt? Weiss nicht.

Das ich ein ernsteres Problem habe ist mir schon seit November / Dezember letzten Jahres bewusst. Konzentrationsprobleme, alle Arbeiten dauern 3 – 5 x so lange wie sonst, ich vergesse nach ein paar Minuten was ich angefangen habe zu arbeiten 😦  Zum Glück – oder auch nicht – konnte ich das erfolgreich verheimlichen, nur mit Hilfe von PostIts habe ich die Zeit bis Weihnachten überstanden.

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In den Ferien wurde es dann besser, Mitte Januar ging es weider los, im Februar habe ich die Notbremse gezogen und war beim Arzt. Dieser hat mich erst mal teil krank geschrieben, aber leider besteht mein Arbeitgeber auf einer Auszeit 😦 Das hat mich erst recht umgehauen. 😦

Aktuell diskutieren mein Hausarzt und ich einen Klinikaufenthalt. Es ist doch recht speziell, was mir am Freitag wider fahren ist. Ich wolte Informationen von der Klink Schützen in Rheinfelden. Darauf hin habe ich einen Anruf von einer Dame aus der Patientenaufnahme erhalten, die mir das „Geschäftsmodell“ erläutert hat. Wartezeit von fünf ! Monaten, sollte ich ein Einzelzimmer zahlen – pro Nacht zwischen 50 – 70 CHF – verkürzt sich die Wartezeit auf zwei Wochen. Ich finde es sehr spezeil wie auf diese Art und Weise die Kunden ausgenommen werden, insbesondere solche Personenn die sich nur sehr schlecht wehren können und nah am Ende Ihrer Kräfte sind…

Die Berner Klinik in Montana nimmt im übrigen 189 CHF pro Nacht für ein Einzelzimmer….  Dazu kommt diese interessante Aussage,  den man unter „Behandlungspfad“ finden kann: „Die zunehmende Emanzipation der Patienten sowie Anforderungen der Kostenträger verlangen eine höhere Transparenz der Prozesse und somit eine Verbesserung der Patientenintegration in den Behandlungsablauf.“ Meine Meinung dazu: Das ist schon ein Leid mit den armen Patienten die für sich selbst entscheiden wollen und keine Lust haben den „Halbgöttern in Weiss“ blind zu vertrauen.

Was heisst das für mich? Beide Kliniken kommen für mich  nicht in Frage, ich lasse mich weder ausnehmen noch bevormunden. Ich bin gespannt was mich in den nächsten Tagen auf meiner Klinksuche noch so erwartet….

???????????????????????????????Zum Glück wird es langsam Frühjahr und ich habe ausgiebig Zeit meiner Lieblingstherapie dem Velo fahren zu frönen. Das hilft mir, ich denke der Sport und die Sonne sind sehr hilfreich gegen jede Form von Depression.

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Was läuft sonst noch? Ich habe eine Gesprächstherapie angefangen, wo das hin führen wird weiss ich nicht. Medikamente möchte ich keine, es kann nicht sein, dass die Arbeit mich so fertig macht, dass ich Antidepressiva nehmen muss. Auch kann man in diversen Publikationen nach lesen, dass die nicht unbedingt was bringen, aber dafür diverse unangenehme Nebenwirkungen haben. Da werde ich erst alle anderen Register ziehen bovor ich mich mit diesem Thema beschäftige.

Wie es mit dem Thema Arbeit weiter geht kann ich im Augenblick noch nicht sagen, Ich hatte letzte Woche eine telefonische Beratung von einer Burnout-Spezialistin, die mir dringend gerarten hat im Augenblick keine Entscheidungen zu treffen, sondern zu warten „bis etwas Gras über die Sache gewachsen“ ist und dann in Ruhe zu überlegen wie es weiter gehen soll.

Ich versuche zur Zeit mein Alltag zu meistern – Einkaufszettel schreiben ist nicht ganz einfach, Daher ca. 2 – 4 Stunden – und versuche mich in Geduld zu üben. Fortsetzung folgt auf diesem Kanal…..

Was wars genau, der erste Moralische und viel Lob

Vorhin hatte ich noch ein interessantes Gespräch mit meinem Operateur. Er teilte mir mit, dass zusätzlich zum CAM-Impingement eine Zyste im Hüftgelenk gewesen sei, und das die vermutlich deutlich zu den Schmerzen beigetragen habe. Meine Prognose sei so gut, dass ich – je nach weiterem Verlauf der nächsten Wochen – wieder volle Sporttauglichkeit erlangen könne. Ausserdem sei ich eine gute Patientin, da ich sehr genau sagen konnte, wo die Schmerzen sind…

Gleichzeitig hatte ich heute Nachmittag meinen ersten Moralischen. Fast schon Panik, vor dem Berg der nun vor mir liegt. Auch das gute alte Rezept den Elefant in kleine Scheiben zu schneiden, hat im ersten Schritt nicht wirklich geholfen 😦 Sich selbst versorgen, all die ganze Therapie die ich,machen soll… Ich werde jetzt versuchen die nächste Woche zu überstehen, und dann sehen wir weiter.

Dann gabs noch Lob von der Physio. Meine gute Beweglichkeit und der gute Trainingszustand würden die Heilung und den weiteren Verlauf sehr positiv beeinflussen.

Gleich darf ich noch mal die herausragende Küche des Hauses geniessen und wer weiss, vielleicht geht es ja wie gestern Abend, und die Hopfenkaltschale wird gleich mit serviert…

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