Dazwischen

Seit heute bin ich ExMitarbeiterin der Post CH AG. Die neue Arbeit beginnt erst am 17. März, also bin ich im Augenblick quasi „frei“. Wirklich? Frei??

Ich fühle mich gerade nicht wirklich frei 😦 Ich brüte über meiner Steuer 2013 – muss in der Schweiz bis zum 31. März abgegeben werden – und versuche den Terminplan für die zweite Hälfte März auf die Reihe zu bekommen. Leider ist das wieder mal gar nicht einfach, insbesondere suche ich geade die „Zeitlöcher“ fürs Velo-Training. Der Einzug in die „Business-WG“ in Bern steht an, in GR hab ich auch noch die ein oder andere Verpflichtung und leben möchte ich auch noch.

Leben – das heissst für mich sportlich aktiv sein, die Natur geniessen, mit Freuden zusammen sein. Und das Ganze möglichst ohne körperliche Einschränkungen. Da war doch was? Auch wenn ich jetzt meine Krücken los bin, ist das mit dem Gehen noch so eine Sache. So lange alles flach ist ok, aber sobald der Weg uneben wird oder es bergauf und insbesondere Bergab geht ist der Spass schnell vorbei. Auch kämpfe ich noch mit den Nachwehen des Krücken laufens, Schultern, Rücken und Hände lassen grüssen.

Der Weg ist steinig....

Der Weg ist steinig….

Lichtblick? Nachher fahre ich zum Flughafen und ab geht es auf die schöne Insel Mallorca. In der Hoffnung das es dies mal von Beginn an Strom aus der Leitung gibt, das Wetter einigermassen schön ist und die Velotouren nicht zu steil freue ich mich sehr auf die nächsten Tage. Endlich wieder leben…..

Zwischenbilanz

Da mir inzwischen mehr oder weninger „das Dach auf den Kopf fällt“, ist es für mich mometan wichtig, nicht zu mies drauf zu sein. Zum Glück kann ich mich wieder etwas mehr bewegen, aber noch lange nicht wieder wie gewünscht. Die Tage verbringe ich mit Therapie, Schwimmen, Olympia schauen und dem Ansehen von alten Tour de France-Etappen.

Der wichtigste Therapieort ist aktuell das Bewegungsbad im Churer Kantonsspital, mein Therapeut treibt mich hier fleissig an. Nach der Therapie bin ich völlig platt, aber ich merke insbesondere für die Beweglichkeit, dass mich das weiter bringt 🙂 Gerade Wassertherapie kann ich jedem Hüftpatienten sehr ans Herz legen, bei mir wirkt sie Wunder.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERALetzten Donnerstag habe ich einen ersten Bike-Ausflug unternommen, aber schmerzbedingt war ich nach gut 6 km wieder zu Hause. Immerhin. Letztes Mal hab ich dafür acht Wochen gebraucht, morgen gibt es den nächsten Versuch. Aber Prio 1 ist jetzt erst mal die Krücken entgültig los zu werden, heute habe ich einen ersten Spaziergang komplett „krückenfrei“ gemacht. Leider kann ich das Laufen zur Zeit noch nicht richtig sauber stabilisieren, deshalb sah das vermutlich aus wie bei einem leicht angetrunkenem Kneipenbesucher auf dem Heimweg. Mir fehlt noch die Kraft in den Abdukturen und Adduktoren, das sind die Muskeln die die Seitbewegungen des Beins stabilisieren respektive ermöglichen.

Mit den Schmerzen ist es im Grossen und Ganzem deutlich besser geworden, aber ohne Medikamente ist nach wie vor ein frommer Wunsch. Irgendwie fehlt mir im Augenblick auch die Kraft und die Lust „zu Leiden“. Auch beschwert sich die rechte Hüfte, nur acht Monate Abstand zwischen beiden OPs ist halt schon verdammt wenig. Man muss schon gute Gründe und einen dicken Kopf haben um sich das anzutun.

Wie gehts weiter?

Am nächsten Donnerstag fahre ich ein paar Tage nach Bad Zurzach, das ist ein bekannter Thermalort in der Schweiz. Ich freue mich sehr drauf, endlich mal wieder was Anderes sehen. Auch denke ich, dass mir das Baden sehr gut tun wird, ich hab ja auch sehr gute Erfahrungen aus Scuol in der Beziehung. Da ist mir aber im Augenblick noch zu viel Schnee 😦

Am ersten März geht es nach Mallorca, aber nicht wie üblich in die Tranmontana zu Philipps Biketeam, dies mal fahre ich an die Ostküste zu GustiZollinger. Leider ist die Tranmontana noch zu hügelig für mich, der Ostteil von Mallorca ist sehr flach, damit sind die Chancen Pässe / Berge zu fahren relativ gering. Was ich hier velotechnisch auf die Reihe bekomme, kann ich im Augenblick noch nicht abschätzen. Grosse Sprünge sind vermutlich keine drin, aber ich warte ab und setze mich nicht unter Druck. Gegend und Hotel haben einiges mehr zu bieten als nur Velo fahren.

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Auf Mallorca – erste VeloKilometer in 2013

Endlich, endlich. Wieder Velo Fahren. Das Mietrad war letzte Woche schnell eingestellt, und zügig ging es auf die erste kleine Runde.

Auf Mallorca ist es kalt, aber halbwegs trocken. Der Velofahrer im Hintergrund täuscht, es sind zum Zeitpunkt des Fotos mal gerade fünf Grad….

Auf dem Radweg vom Calvia

Auf dem Radweg vom Calvia

Das wenigere Körpergewicht macht sich positiv bemerkbar, ich komme mir bestens bekannte Pässe viel besser hoch. Es ist herrlich mal wieder Wiese statt Schnee zu sehen. Der Geruch hier ist unbeschreibbar, einfach herrlich. Für mich der typische Geruch von Mallorcas Südwesten.Die Mandelblüte ist schon fast vorbei, einzelne Blüten sind noch sichtbar.

Reste der Mandelblüte

Reste der Mandelblüte

Auch teste ich das erste Material, einen Überschuh von Vaude, bei dem bei der zweiten Benutzung der Reissverschluss abreisst….

Überschuh mit abgerissenem Reisverschluss

Überschuh mit abgerissenem Reisverschluss

Ansonten wäre der Überschuh super, schön warm und wiegt nichts.

Ich werde die letzten paar Tage hier noch geniessen, am Mittwoch Abend führt mein Weg dann zurück via Zürich-Kloten nach Graubünden.