Über das Pläne machen….

Ich plane für mein Leben gerne. Es bringt Struktur ins Leben, und ich kann mich daran erfreuen, minutiös meine Pläne einzuhalten. Vermutlich hat es mir deshalb auch so gut bei der SBB gefallen, da das Einhalten des Fahrplans oberstes Ziel ist:-)

Blöd ist nur, wenn das, was ich mir geplant habe, zu ambitiös ist:-( Im normalen Leben habe ich damit überhaupt kein Problem, denn Pläne sind bekanntlich dazu da, je nach Situation redimensioniert zu werden. Aktuell frustet es mich, denn jeden Tag muss ich auf den Kalender schauen, und alles, was ich mir vor der Hüft-OP an Plänen zurecht gelegt habe, ist für die Tonne…

Die Tonne ist zwar schon fast voll, aber irgendwie werde ich meine Pläne auch noch drinn deponieren

Die Tonne ist zwar schon fast voll, aber irgendwie werde ich meine Pläne auch noch drinn deponieren

Ganz so gefrustet, wie es scheint bin ich nicht, ich erfreue mich an den kleinen Fortschritten die ich jeden Tag mache. Speziell ist jedoch, dass ich keine längerfristigen Pläne machen kann, da ich keine Ahnung habe, wie sich der Heilungsverlauf weiter entwicklelt.

Ich fühle mich im Augenblick so:

Manchmal ist der Blick noch unscharf....

Manchmal ist der Blick noch unscharf….

Ich sehe zwar schon was es ist, aber die Details sind mir mehr als unklar. Leider findet man im Web auch sehr wenig über den postoperativen Verlauf nach CAM-Impingement und auch mein Orthopäde hat mir mitgeteilt, dass das individuell sehr unterschiedlich sein kann….

Also übe ich mich weiter in Geduld und und habe es aufgegeben quasi täglich meine Pläne zu redimensionieren. Morgens nach dem Aufstehen schaue ich wie es mir geht und versuche halbwegs realistische Ziele für den jeweiligen Tag zu setzen.

Im Augenblick trainiere ich an dieser Treppe:

Trainingstreppe - schöne niedrige Stufen...

Trainingstreppe – schöne niedrige Stufen…

Die Treppe hat ausgesprochen niedrige Stufen, ich übe an dieser Treppe, wieder wie ein normaler Mensch mit beiden Beinen Stufen zu gehen. Da das Ganze halbwegs schmerzfrei über die Bühne gehen soll, ist diese Herausforderung im Augenblick völlig ausreichend für mich. Gestern war z.B. das Tagesziel diese Treppe 10x hoch und runter zu gehen. Das hab ich geschafft, zwar sehr langsam, aber das Tempo war ja nicht Bestandteil der Zieldefinition.

So „hangele“ ich mich von Tag zu Tag und schaue wie es weiter geht.

Was der Chef meint – und dann die Antwort dazu

Gestern Abend habe ich den Fehler gemacht meine dienstlichen Mails zu lesen 😦

Dabei fand ich ein Email meines ChefChefs aus dem fernen Zollikofen. Ganz so einfach scheint das mit der Freistellung im nächsten Jahr nicht zu sein. Ich müsse das mit meiner direkten Linie klären. Nur gut das mich meine direkte Linie – gleich Vorgesetzter – an den ChefChef in Zollikofen verwiesen hat 😦

Mal sehen, jetzt kommt Ostern, vielleicht hilft mir der Osterhase bei der Klärung wer zu entscheiden hat.

https://i0.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Rabbit_%28Oryctolagus_cuniculus%29_%281%29.jpg

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rabbit_%28Oryctolagus_cuniculus%29_%281%29.jpg?uselang=de

Author: Ken Billington

Was der Chef meint

Diese Woche war es soweit. Ich hatte Gelegenheit meinem Chef in Zollikofen das Projekt Transamerican vorzustellen. Auf Anraten eines Freundes hatte ich im Vorfeld ein kleines Dossier erstellt, in dem ich mein Projekt grob beschreibe. Dazu gab es einen Terminplan mit den wichtigsten Terminen. Die erste Antwort war: „Cooles Projekt“ 🙂

Auf dieser Basis konnten wir dann besprechen, dass ich im Jahr 2014 gerne fünf Monate frei haben möchte. Antwort: Grundsätzlich sei das möglich, da ich frühzeitig gekommen sei. Allerdings müsse das Ganze noch firmenintern abgeklärt werden.. Mal sehen was kommt….

Über das liebe Geld…..

Im Blog „Ein paar Überlegungen rund um die Dauer der Tour….“ hab ich mich damit beschäftigt, eine mögliche Zeitdauer für das Unternehmen zu berechnen. Dabei ist eine Dauer von fünf Monten heraus gekommen. In diesem Blog möchte ich meine Überlegungen rund um die Finanzierung des Unternehmens beschreiben.

Eine solche Tour kann man aus eigenen Mitteln finanizeren, oder einen Sponsor suchen. Wenn man sich für die Variante „Sponsor“ entscheidet, dann muss man sich bewusst sein, dass ggf. die eigenen Pläne zu Gunsten des Sponsors anzupassen sind. Z.B. eine andere Routenführung, dass Wahrnehmen von bestimmten Terminen etc. Da ich mir mit dieser Tour einen Lebenstraum erfüllen möchte, steht für mich das Thema „Sponsorung“ nicht an erster Stelle. Ich möchte meinen eigenen Weg gehen.

Finanzierung mit Eigenmitteln:

Von den fünf Monaten werde ich einen Monat über bezahlte Ferien bestreiten. Damit bleben noch vier Monate – oder 16 Wochen – die zu finanzieren sind. Aus heutiger Sicht möchte ich meine Wohnung in der Schweiz für diese Zeit nicht aufgeben. Damit fallen die folgenden „Eh-da-Kosten“ an:

  • Miete für die heimische Wohnung
  • Kosten für Versicherungen, z.B. Kranken und Unfallversicherung
  • Mitgliedsbeiträge und ggf. Abos – da wäre zu Prüfen ob die Zahlungen für die Zeit der Abwesenheit ausgesetzt werden können, z.B. bei einem Fitnessclub-Abo
  • ….

Diese „Eh-da-Kosten“ fallen jeden Monat an und sind in meinem Fall also mal vier zu rechnen.

Hinzu kommen Einmalkosten, die sich durch das Unternehmen selbst ergeben, da wären z.B.:

  • Flüge, in meinem Fall ein Gabelflug von Zürich nach Newhark und retour von der Westküste, ggf. mit Velo und Gepäck
  • Beschaffung von Ausrüstung, Z.B. ein neues Velo oder auch Sonstiges wie z.B. ein Veloanhänger, Packtaschen etc.
  • Kosten für Visa und sonstigen Papierkram
  • ….

Auf der Tour selbst muss genauso gegesessen und geschlafen werden wie zu Hause. Ich überlege Campingausrüstung mitzunehmen, da die Distanzen zwischen Ortschaften deutlich länger sind als in Europa. D.h es kann am Abend nicht immer ein Schlafplatz in einem Haus garantiert werden. Da das Campen nicht unbedingt meine Sache ist, und dadurch auch zusätzliches Gepäck zu transportieren ist, möchte ich in diesem Jahr eine kleine Probetour unternehmen.

D.h. es kommen Kosten für die tägliche Lebenshaltung sowie Übernachtungskosten hinzu. Wieviel man hier rechnen muss, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Ich bin bekannt dafür, dass ich es gerne etwas bequemer habe, das hat seinen Preis.

Zusätzlich zu all diesen Kostenarten muss zwingend noch eine kleine Reserve für Notfälle vorhanden sein. Z.B. ungeplante Transporte unterwegs, schlechtes Wetter das zum Umplanen zwingt, Unfall und Krankheit, früherer Rückflug etc…….

Die Berechnungen dazu mit den konkreten Beträgen kann nun jeder für sich selbst machen, ich habe meine Rechenaufgaben auch schon gemacht und muss nun schauen wie die „Habenseite“ zu dieser Sollseite aussieht.